Slowene kann weiter fahren

Tour-Auto schießt Bozic auf 2. Etappe ab

Von Andreas Schulz, Eurosport

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Borut Bozic (Astana) | Foto: ROTH

03.07.2012  |  (rsn) - Das hätte böse enden können: Wieder hat ein offizielles Fahrzeug bei der Tour einen Fahrer gefährlich zu Fall gebracht. Diesmal geschah das Drama aber abseits der Kameras und hatte weniger ernste Konsequenzen als im Vorjahr. Das Opfer, Borut Bozic vom Astana-Team, konnte zur 3. Etappe starten.

Skandalös bei dem Vorfall ist aber, dass es sich nach Berichten der französischen Sportzeitung L'Equipe" um das Auto eines Renn-Kommissärs gehandelt haben soll. Diese sind eigentlich für die Sicherheit und Einhaltung der Regeln verantwortlich. Nun aber erwischte ausgerechnet ein solches Fahrzeug den Slowenen etwa bei Hälfte der Etappe.

Bozic landete im Straßengraben und verletzte sich laut medizinischem Bulletin der Tour am Ellbogen. Sein Rennstall bestätigte dies durch Teammanger Giuseppe Martinelli - der Sprinter selbst biss sich durch und wurde noch 17. der Etappe.

Wie weiter berichtet wurde, hätten die Insassen des Autos große Mühe gehabt, das völlig demolierte Rad des Profis unter dem Fahrgestellt hervorzuziehen.

Bei der Tour 2011 hatte das Auto eines Mediendienstleisters die Spitzengruppe auf der 9. Etappe touchiert und dabei den Niederländer Johnny Hoogerland (Vacansoliel-DCM) in einen Stacheldrahtzaun geschossen. Er klagt nun gegen die Firma, in deren Auftrag das Auto damals im Rennen eingesetzt wurde.

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