Martin & Pineau verletzt, Leipheimer & Velits mit Rückstand

Ein schwarzer Tag für Omega Pharma-QuickStep

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Peter Velits (Omega Pharma-QuickStep) im Ziel der 1. Tour-Etappe | Foto: ROTH

01.07.2012  |  (rsn) – Sylvain Chavanels Attacke im Schlussanstieg von Seraing war so ziemlich der einzige flüchtige Erfolgsmoment, den Omega Pharma-Quick Step auf der 1. Tour-Etappe für sich verbuchen konnte. Die Tages-Bilanz des belgischen Teams fällt niederschmetternd aus: Zeitfahrweltmeister Tony Martin (Handgelenksverletzung) und dem Franzosen Jerome Pineau (Schulterverletzung) droht das vorzeitige Aus bei der Frankreich-Rundfahrt.

Martin war bereits nach elf Kilometern auf dem Asphalt gelandet. Pineau stürzte gut 20 Kilometer vor dem Ziel, als ein unvorsichtiger Zuschauer sich zu weit auf die Strecke gewagt hatte, um Fotos zu schießen.

Dazu verloren die beiden Klassementfahrer Levi Leipheimer und Peter Velits auf der vom Profil her unproblematischen Etappe überraschend Zeit auf die Konkurrenz. Leipheimer war zu weit hinten im Feld, als es in den Schlussanstieg von Seraing hinein ging und büßte 17 Sekunden auf den Tagessieger Fabian Cancellara (RadioShack-Nissan) ein.

„Das Finale war sehr gefährlich und wir fuhren sehr schnell. Drei Kilometer vor dem Ziel waren wir wohl etwas zu weit von der Spitze entfernt“, so der 38 Jahre alte Kalifornier nach dem Rennen. „Im Anstieg bin ich zwar noch an vielen Fahrern vorbei gekommen, aber es langte nicht mehr, um ganz nach vorn zu kommen.“

Der 27 Jahre alte Velits hatte elf Kilometer vor dem Ziel ein plattes Hinterrad und musste es auswechseln lassen. „Zu diesem 'Zeitpunkt war das Feld sehr schnell unterwegs und es war unmöglich, wieder hineinzufahren“, sagte der Slowakische Zeitfahrmeister, der schließlich mit 1:52 Minuten Verspätung ins Ziel kam und nun das Malheur möglichst schnell vergessen will. „Gegen Pech kannst du nichts machen – du schlägst eine neue Seite auf um und denkst an die kommenden Etappen“, sagte Velits.

Angesichts dieser Pechsträhne waren der Angriff von Sylvain Chavanel zu Beginn des Schlussanstiegs und der zehnte Platz seines belgischen Teamkollegen Dries Devenyns nur ein schwacher Trost. „Am Ende bin ich zufrieden, weil ich mein Rennen gefahren bin”, so der Französische Zeitfahrmeister, der schließlich auf Platz zwölf kam. „Meine Form ist gut und ich werde es wieder versuchen“, kündigte der 33-Jährige an.

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