Ist es die "Seuche des Weltmeisters"?

Tony Martin schon wieder gestürzt

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Tony Martin (Omega Pharma-QuickStep) ist in den Zeitfahren der Tour de France favorisiert.| Foto: ROTH

01.07.2012  |  Lüttich (rsn) - Tony Martin (Omega Pharma-QuickStep) scheint in diesem Jahr die Seuche gepachtet zu haben. Schon nach elf Kilometern der 1. Tour-Etappe von Lüttich nach Seraing (198 km) wurde der Zeitfahrweltmeister in einen Sturz mit drei weiteren Fahrern verwickelt. Laut Angaben des Rennarztes zog er sich dabei eine Prellung am Bein und eine Verletzung des Handgelenks zu. Der aufgeschlagene linke Ellbogen ist deutlich auf TV-Bildern zu erkennen.

"Es ist nicht so schlimm", sagte Alessandro Tegner, der Sprecher des Omega-Pharma-QuickStep-Teams. Genaueres wird aber erst im Ziel der Etappe bekannt werden.

Liegt's am WM-Trikot? "Den Fluch des Weltmeisters brauchen wir nicht auch noch für den Zeitfahrweltmeister. Manchmal hast du so ein Seuchenjahr und kannst nichts dafür", fürchtet Ex-Profi Rolf Aldag, der Martins Team als Technischer Berater betreut. Nach seinen Angeben leiden die Weltmeister im Jahr nach dem Titelgewinn oft unter Rückschlägen. Martin hat davon einige zu bieten. Nicht nur die Glasscherbe, die ihn am Samstag im Tour-Prolog stoppte.

Da sind auch die knappe Zeitfahrniederlage gegen Bradley Wiggins (Sky) um vier Zehntelsekunden bei der Algarve-Rundfahrt im Februar sowie der schwere Unfall im April, als ihm ein Auto auf dem Fahrradweg die Vorfahrt nahm und er schwere Gesichtsverletzungen davontrug.

Hoffentlich setzt sich die Serie nicht fort...

 

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