Tour-Vorschau: 17. Etappe, Bagnères de Luchon - Peyragudes, 143,5 km

Wer hat heute die Lizenz zum Siegen?

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| credits: aso.fr

19.07.2012  |  (rsn) - Vor 41 Jahren startete die 17. Etappe der Tour von Revel über den Col de Menté nach Luchon, den heutigen Startort. Gelb trug damals der Spanier Luis Ocana und brachte zur Freude aller Fans den Seriensieger Eddy Merckx in Schwierigkeiten.

Los ging es bei wunderbarem Sonnenschein und Bilderbuch-Wetter. Das änderte sich schnell. Am Col de Menté attackierte Merckx in der Abfahrt bei Hagel und Sturm; die Straße verwandelt sich in eine Rutschbahn. Viele Fahrer stürzten, unter anderem Luis Ocana und zwar so schwer, dass er per Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden musste und alle Träume vom Sieg platzten. Aus Respekt vor seinem Kontrahenten weigerte sich Merckx am nächsten Tag das Gelbe Trikot zu tragen, das er erobert hatte.

Die heutige Etappe ist kurz (143,5 Km) und die letzte Chance für die Kletterer im Feld. Gestartet wird um 12:55 Uhr in Luchon. Fünf Bergwertungen gibt es und vermutlich auch eine Vorentscheidung im Kampf um das rot-gepunktete Trikot. Heute heisst es auch für die Klassementfahrer, die keine Raketen im Zeitfahren sind: Attacke!

Bis zur Passhöhe des Col de Menthé (1. Kat./1349 Meter) werden alle versuchen dran zu bleiben. Ansonsten wird es schwer mit dem Zeitlimitl. Nach der Abfahrt wartet bei Kilometer 55,5 der nächste Bergpreis. Der Anstieg zum Col de Ares (797 m/2. Kat.) ist sechs Kilometer lang und  5,3 Prozent steil. Die Strecke führt weiter durch die Haute-Garonne in Richtung Cote de Burs (592 m/3. Kat.) und zur Zwischensprintwertung in Lourres Barousse.

Über Ferrère (Hautes-Pyrénées) geht es zum vorletzten Mal richtig bergauf bei dieser Tour - und zwar zum Port de Balés, dem letzten Anstieg der höchsten Kategorie in diesem Jahr. 11,7 Kilometer zieht es sich bei einer durchschnittlichen Steigung von 7,7 Prozent bis zur Passhöhe auf 1755 Meter. Die Abfahrt wurde erst im Sommer 2006 komplett asphaltiert und war vorher eine Schotterpiste. 2007 war die Tour zum ersten Mal dort oben und der Luxemburger Kim Kirchen Erster auf dem Gipfel.

In Saint Aventin, einem winzigen Dorf mit 88 Einwohnern, beginnt der letzte Anstieg (15,4 Kilometer bei 5,1 Prozent) auf das Hochplateau nach Peyragudes (1. Kat.) ins Ziel. Über dem Tal von Louron und Larboust in 1603 Metern liegt der Wintersportort, der in der Skisaison mit 60 zum Teil sehr anspruchsvollen Pistenkilometern Sportbegeisterte in die Pyrenäen lockt.

1997 wurde hier der Auftakt zum James Bond Film „Der Morgen stirbt nie“ gedreht und heute ist hier das Ziel der letzten Bergetappe der Tour de France 2012. 

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