Niederländer klagt auch über zwei verpasste Kontrollen

Kroon nennt UCI-Verhalten im Fall Contador "fast kriminell"

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Karsten Kroon (Saxo Bank) | Foto: ROTH

27.03.2012  |  (rsn) - Karsten Kroon (Saxo Bank) hat den Radsportweltverband UCI für dessen Verhalten im Fall seines Teamkollegen Alberto Contador scharf kritisiert. „Wenn ich an die ganze Situation denke, dann ist es fast kriminell, wie die UCI den Contador-Fall behandelt hat“, sagte der 36 Jahre alte Niederländer, der zur Saison 2012 nach zwei Jahren bei BMC wieder zu Saxo Bank zurückkehrte, der Tageszeitung De Telegraaf.

Genau so sehr ärgert sich Kroon aber über die Konsequenzen für sein Team. „Jetzt wollen sie auch noch Saxo Bank die (WorldTour-)Lizenz wegnehmen, und das, obwohl Alberto im Jahr 2010 noch für Astana fuhr“, schimpfte der Klassikerspezialist, der zudem - wie andere Profis auch - mit den Meldepflichten der UCUI seine Probleme hat.

Kroon hat nach eigenen Worten nämlich bereits zwei Doping-Kontrollen verpasst. In früheren Jahren habe die Flämische Gemeinschaft vierteljährlich die Fahrer schriftlich daran erinnert, ihren Meldepflichten nachzukommen. Das sei diesmal nicht geschehen, so dass er zu spät reagiert habe.

„Und da ich das vergessen habe, wird das wie eine verpasste Kontrolle gewertet“, sagte Kroon. „Und es kommt noch schlimmer. Nachdem ich mich telefonisch erkundigt hatte, wurde mir gesagt, dass viele Athleten aus anderen Sportarten auch vergessen hatten, das Formular auszufüllen. Aber dann wurde mir gesagt, dass ich der einzige war, bei dem das als ’verpasste Kontrolle’ gewertet wird, weil ich ein Radfahrer bin.“

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