Fahrerverträge zu spät zur UCI geschickt

Francaise des Jeux bringt sich selbst um ProTeam-Lizenz

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Marc Madiot bei der Tour de France 2008 Foto: ROTH

03.12.2010  |  (rsn) – Francaise des Jeux hat sich durch Nachlässigkeiten bei der Dokumentenabgabe selber um die Chancen auf eine ProTeam-Lizenz gebracht. Wie UCI-Sprecher Enerico Carpani gegenüber cyclingnews.com bestätigte, seien die Verträge des Franzosen Anthony Roux sowie der beiden Neuzugängen Dominique Rollin und Geoffrey Soupe erst fünf Tage nach Ablauf der Frist (20. Oktober) beim Weltverband eingegangen.

Dadurch hätten die von Roux im Lauf der Saison 2010 erzielten Ergebnisse nicht mehr für die entscheidende Rangliste berücksichtigt werden können. Der Rennstall von Manager Marc Madiot belegte in der Endabrechnung Platz 21. Nur die ersten 20 Mannschaften sind aber für die Vergabe der 18 Lizenzen in Frage gekommen. Mit den Punkten von Roux hätte das Team wohl den nationalen Konkurrenten Ag2r von Rang 20 hätte verdrängen können, schreibt cyclingnews. Ag2r hat als einzige französische Equipe eine ProTeam-Lizenz erhalten.

"Traurig, aber wahr. Française des Jeux hätte eine ProTeam-Lizenz bekommen, wenn die Bewerbung fehlerfrei gewesen wäre und sie fristgerecht alle Verträge an die UCI geschickt hätten", sagte Carpani dazu. Der Fehler sei von FDJ-Mitarbeitern begangen worden, der Verband habe gemäß den eigenen Statuten nicht anders entscheiden können. Das Team hat jetzt noch bis zum 10. Dezember Zeit, Einspruch gegen die Entscheidung einzulegen.

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