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19.10.2008 | (rsn) – Wie im Vorjahr geht Damiano Cunego (Lampre) mit einem großen Sieg in die Winterpause. Nach 2004 und 2007 gewann der 27-jährige Italiener zum dritten Mal die Lombardei-Rundfahrt, eines der fünf Radsport-Monumente. Cunego attackierte in der Abfahrt vom Civiglio aus einer kleinen Spitzengruppe heraus und gewann den Herbstklassiker schließlich mit deutlichem Vorsprung auf den Slowenen Janez Brajkovic (Astana) und den Kolumbianer Rigoberto Uran (Caisse d'Epargne).
„Das ist erst mein zweiter Solosieg überhaupt. Es ist ein tolles Gefühl“, freute sich Cunego, dem jetzt noch zwei Siege zum Rekord seines Landsmanns Fausto Coppi fehlen, nach dem 242km langen Rennen. „Im Finale war es schwer, weil die Verfolger nicht weit weg waren. Ich hatte da schon einige Zweifel, ob ich es packen würde. Erst auf dem letzten Kilometer fühlte ich mich sicher und konnte den Applaus der Zuschauer genießen.“
Am Ende lagen deutliche 24 Sekunden zwischen dem „kleinen Prinzen“, wie Cunego von seinen Fans genannt wird, und den ersten beiden Verfolgern. „Ich wusste, dass jeder von mir einen weiteren Sieg hier erwartete. Alle Konkurrenten versuchten mich in Schwierigkeiten zu bringen, aber ich blieb ganz ruhig“, so der neue und alte „König der Lombardei“, der von seinem Team, darunter auch Weltmeister Alessandro Ballan, bis ins Finale hinein effektiv geschützt wurde.
Nach dem Sieg beim Amstel Gold Race war es bereits Cunegos zweiter Erfolg bei einem Klassiker in diesem Jahr. Auch die Silbermedaille bei der Straßen-WM von Varese zeigt, dass sich der kleine Veroneser zu einem der stärksten Fahrer bei anspruchsvollen Eintagesrennen entwickelt hat. Dagegen wartet Cunego, der 2004 im Alter von 22 Jahren völlig überraschend den Giro d’Italia gewonnen hatte, weiter auf einen zweiten Gesamtsieg bei einer der großen Rundfahrten. Auch bei der Tour de France 2008, für die er auf den Giro verzichtet hatte, konnte der Lampre-Kapitän die Erwartungen nicht erfüllen. Nach mehreren Stürzen gab Cunego, in der Gesamtwertung bereits weit zurück liegend, das Rennen vorzeitig auf.
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