Gerolsteiner machte die Musik

Henn: Mit Voigt als Sieger können wir prima leben

Von Matthias Seng

03.08.2006  |  Für Gerolsteiner reichte es zwar auch auf der 2. Etappe der Deutschland-Tour nicht zum ersten Tagessieg. Aber die Fahrer des Teams aus der Vulkaneifel drückten dem Rennen ihren Stempel auf. Zunächst war es Ronny Scholz, der auf seiner einer Solofahrt von über 100 Kilometer sich zwischenzeitlich mehr als sechs Minuten Vorsprung erarbeitete. Dabei hatte der 28-Jährige Pech, dass bei seinem Angriff kein weiterer Fahrer mitging.

„Ich hatte gehofft, dass ein paar Mann mitspringen, als ich attackierte“, so Scholz nach dem Rennen. „Allein hätte ich das lange Ding nicht durchziehen können, daher bin ich nicht 100 Prozent gegangen.“

Bessere Aussichten auf den Sieg hatte Davide Rebellin, der sich nach seiner Attacke im letzten Anstieg zusammen mit Jens Voigt und Andrej Kashechkin aus dem Feld hatte absetzen können. Ihren knappen Vorsprung konnten die drei Ausreißer zwar bis ins Ziel retten. Im Sprint hatte der 35-jährigen Italiener gegen Voigt aber keine Chance, zumal er beim Beschleunigen aus der letzten Kurve heraus noch wegrutschte. Rebellin konnte sich damit trösten, dass er sich in der Gesamtwertung auf den dritten Platz verbesserte.. Außerdem übernahm er von seinem Teamkollegen Stefan Schumacher das gepunktete Bergtrikot.

Gerolsteiners Sportlicher Leiter Christian Henn zog deshalb trotz des entgangenen Sieges eine positive Bilanz: „Alle in der Mannschaft sind in toller Form, wir haben heute die Musik gemacht“, so Henn. „Schade, das Davide nicht gewonnen hat, aber mit einem Sieger Jens Voigt können wir prima leben.“

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