Lefevres Ultimatum

Teams fordern 60 000 Euro Startgeld vom Giro

Von Matthias Seng

20.04.2005  |  48 Stunden sind nach dem Ultimatum des AIGCP (Verband der Radsport-Profiteams)-Präsidenten Patrick Lefevre an den Giro-Veranstalter Angelo Zomegan verstrichen, ohne dass sich in der Frage der Giro-Teilnahme der ProTour-Teams etwas bewegt hätte. „Beide Seiten sind regelrecht ineinander verkeilt“, sagte Lefevre der belgischen Zeitung De Telegraaf.

Lefevre, der zugleich Teamchef des belgischen Rennstalls Quick.Step ist, hatte am Sonntag am Randes des Amstel Gold Race 60.000 Euro für jedes ProTour-Team verlangt, das am Giro teilnehmen soll. Andernfalls würde die Mannschaften die Traditionsrundfahrt boykottieren. Die von den Teams geforderte Summe steht zwar im Einklang mit den ProTour-Regeln des Weltradsportverbands UCI. Allerdings ist formell keine der drei Rundfahrten „eingetragenes Mitglied“ der ProTour. Sie haben bis jetzt auch noch nicht den dafür vorgesehen „Mitgliedsbeitrag“ gezahlt und machen keine Anstalten, das in nächster Zeit zu tun.

Alle Seiten – UCI/ProTour, Veranstalter, Teams und Fahrer - liegen also drei Wochen vor der ersten großen Rundfahrt des Jahres auf Konfrontationskurs. Immerhin: Man redet noch miteinander. „Wir werden uns am Donnerstag zusammensetzen“, kündigte Lefevre an. Und Zomegan bestätigte, dass er sich heute noch mit den Team-Managern der ProTour-Mannschaften treffen würde, falls diese das wünschten.

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