Bora-Profi wird Dritter auf 17. Giro-Etappe

Formolo erhält freie Fahrt und rückt in die Top Ten vor

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Davide Formolo (Bora - hansgrohe) im Ziel der 17. Giro-Etappe | Foto: Cor Vos

29.05.2019  |  (rsn) - In den beiden vergangenen Jahren beendete Davide Formolo den Giro d’Italia jeweils auf dem zehnten Platz. Und bei der 102. Ausgabe könnte es auch darauf hinauslaufen, denn der Italiener vom deutschen Team Bora - hansgrohe verbesserte sich auf der 17. Etappe im Gesamtklassement um zwei Positionen auf Rang zehn.

Der 26-jährige Formolo hatte auf den 181 Kilometern von Commezzadura nach Anterselva/Antholz aber nicht das Klassement, sondern seinen zweiten Etappensieg nach 2015 im Visier. Er gehörte zu einer ursprünglich 17-köpfigen Spitzengruppe, die sich einen Maximalvorsprung von mehr als sieben Minuten auf das Feld erarbeiten konnte, das kein großes Interesse zeigte, die Ausreißer wieder einzufangen.

So machten die den Sieg unter sich aus, wobei sich der Franzose Nans Peters (AG2R) mit einer entschlossenen Attacke auf den letzten Kilometern absetzte und mit mehr als 1:30 Minuten Vorsprung auf Esteban Chaves (Mitchelton - Scott) das Ziel im Biathlon-Stadion in Antholz erreichte. Formolo entschied den Sprint der nächsten Verfolger für sich und holte sich wie schon in L’Aquila den dritten Platz.

“Wir hielten immer einen guten Abstand zum Hauptfeld. Am Ende war es klar, dass einer der Spitzenreiter gewinnen würde und ich wollte mein Bestes geben, um eine Chance auf den Sieg zu haben. Letztlich gelang es mir nicht mehr, zum Führenden aufzuschließen, aber trotzdem bin ich mit dem dritten Platz zufrieden“, sagte der Bora-Profi, der im Gegensatz zur gestrigen Etappe, als er Rafal Majka beschützen sollte, heute von der Teamleitung freie Fahrt erhielt.

Schwerer Tag für Ackermann

“Große Gratulation an Davide Formolo, der heute, nachdem er gestern viel Energie investiert hat, um unseren GC-Leader Rafal Majka zu unterstützen, auf eigene Rechnung fahren konnte. Er hat das hervorragend gemacht“, lobte Sportdirektor Christian Pömer seinen Fahrer, der sich zwischenzeitlich sogar Hoffnungen auf eine noch bessere Klassementplatzierung machen konnte, ehe Team Ineos im Feld das Tempo anzog, um den neunten Rang von Pavel Sivakov abzusichern.

Während Formolo in der dritten Giro-Woche sein Niveau halten zu können scheint, zeigt die Formkurve bei Majka offensichtlich nach unten. Am zweiten Tag in Folge konnte der Pole dem Tempo der Favoritengruppe nicht folgen und büßte im nur 5,5 Kilometer langen, aber mit steilen Passagen versehenen Schlussanstieg mehrere Minuten ein und wurde vom Kolumbainer Miguel Angel Lopez (Astana) auf Rang sieben verdrängt, wo er jetzt nur noch 2:10 Minuten vor seinem Teamkollegen liegt. Nicht auszuschließen, dass auf den letzten beiden Bergetappen am Samstag und Sonntag Formolo sogar noch im Klassement an Majka vorbeizieht.

Einen schweren Tag durchlebte auch Pascal Ackermann (Bora - hansgrohe), der schon früh abgehängt wurde und gemeinsam mit seinen beiden Helfern Michael Schwarzmann und Rüdiger Selig mit 32:03 Minuten Rückstand auf Etappensieger Peters als vorletzter Fahrer das Ziel erreichte. “Morgen werden wir sehen, was nun noch für ihn möglich ist“, sagte Pömer mit Blick auf die 18. Etappe, die den wenigen noch verbliebenen Sprintern eine letzte Chance bietet - und dem Deutschen Meister die Möglichkeit auf einen dritten Tagessieg.

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