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24.05.2019 | (rsn) - Juan Antonio Flecha ist ein Schlitzohr. Das galt für seine aktive Karriere auf dem Rad ebenso wie für das Hier und Jetzt, da er für den Spartensender Eurosport täglich den Zuschauern die Etappen des 102. Giro d’Italia näherbringt.
So auch am gestrigen Donnerstag, als der Spanier sich vormittags auf den Weg macht, um die entscheidenden Stellen des finalen Anstiegs hinauf zum Lago Serru in Angriff zu nehmen. Dass Flecha dabei nicht den ganzen Pass fährt, das ist offensichtlich. Die Frisur sitzt wie zu besten Zeiten, kaum Anzeichen von Anstrengung – geschweige denn Transpiration. Immer wieder rollt er die Kehren einige Hundert Meter hinauf, lässt sich dann vom Begleitfahrzeug weiter den Hang hinaufziehen.
“Wir stehen vor der ersten echten Bergankunft des Giro. Die Favoriten auf den Gesamtsieg müssen heute ein Zeichen setzen. Es ist nicht die Zeit, abzuwarten. Es wird hier hinauf ein Feuerwerk geben“, sagt Flecha. Dann positioniert er sich vor einer kleinen pittoresken Kapelle, im Hintergrund die verschneiten Weiten des Parco Nazionale Gran Paradiso.
Dabei wird schnell klar, dass Flecha nicht nur im Rennsattel ein Großer war. Der Spanier, geboren im argentinischen Buenos Aires, ist ein Sprachtalent, wiederholt seine Moderationen bis zur Perfektion – und das gleich in drei Sprachen. “Wir sind nicht hier, um Urlaub zu machen“, schmunzelt der mittlerweile 41-jährige Flecha, setzt sich auf sein Rad und rollt wieder gemütlich ins Tal hinab.
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