Neues UCI-Etappenrennen in Deutschland

Sauerland-Rundfahrt plant für 2026 schweren Parcours und Zeitfahren

Von Felix Mattis

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Szene von der Deutschen Meisterschaft 2022 im Sauerland. | Foto: Cor Vos

01.12.2025  |  (rsn) – Mit dem Aufstieg des Bundesliga-Klassikers Sauerland-Rundfahrt zum mehrtägigen UCI-Event hat Deutschland im kommenden Jahr neben der Lidl Deutschland Tour (2.Pro) endlich wieder ein zweites internationales Etappenrennen. Diese Nachricht sorgte schon im Oktober, als der Radsport-Weltverband UCI den Rennkalender für 2026 bekanntgab, für große Freude in der deutschen Szene.

Wie radsport-news.com im Gespräch mit Jörg Scherf vom Veranstalter SVL Sports jetzt erfahren hat, soll das vom 3. bis 6. September ausgetragene Rennen ein Zeitfahren beinhalten und sonst "relativ berglastig" werden – ohne echte Chance für Sprinter, aber gerade angesichts der schweren WM 2026 Ende September in Montréal eben als guter WM-Test.

Dabei sprach Scherf jedoch immer betont im Konjunktiv, weil natürlich alle Streckenführungen noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Behörden stehen. Das gilt auch für das geplante Finale am Abschluss-Sonntag, das dem Parcours der bisherigen und aus der Bundesliga bekannten Sauerland-Rundfahrt gleichen soll – von Arnsberg nach Winterberg zur Bergankunft am Kahlen Asten, wo 2022 die Deutschen Straßenmeisterschaften endeten.

"Drei Städte sind federführend und mit ihnen zusammen haben wir auch Sponsoren für die Finanzierung gesucht – und gefunden", sagte Scherf über die Struktur hinter der Rundfahrt fürs kommende Jahr und verriet auch, dass man das Projekt bei einem gemeinsamen Besuch des Tour-de-France-Finales mit Vertretern der Städte angestoßen habe. "Intern nennen wir es deshalb scherzhaft auch 'das Pariser Abkommen'", so Scherf lachend.

Nach der bisherigen Sauerland-Rundfahrt auf nationalem Level sowie den über drei Tage andauernden Deutschen Meisterschaften wird nun ein viertägiges Event gestemmt – auf dem Weg zu nach wie vor angedachten Plänen um einen ganz besonderen Traum: die Ausrichtung der Weltmeisterschaften im Sauerland und dessen Umgebung. "Das bleibt das ganz langfristige Ziel", unterstrich Scherf seine Aussagen von vor einigen Jahren, als man noch von der WM 2027 träumte.

Erst 2.2, dann 2.1 – und am liebsten mit allen deutschen Teams

Zunächst aber geht es mit der Sauerland-Rundfahrt 2026 auf niedrigerem Level los: Beworben hatte man sich bei der UCI als 2.1-Rennen, der Weltverband aber genehmigte zunächst 'nur' den Einstieg auf 2.2-Level, um dann im zweiten Jahr aufzusteigen. Das bedeutet, dass zunächst keine Teams aus der WorldTour oder ProSeries starten dürfen, sondern der Fokus auf Kontinental-Teams liegt.

Interessant aber: Durch die auf KT-Level gemeldeten Development-Teams der großen Profi-Rennställe und der per UCI-Reglement zulässigen Gaststarts von Profis im eigenen Devo-Team könnte der eine oder andere Profi trotzdem im Sauerland dabei sein. "Perspektivisch wollen wir aber auf jeden Fall 2.1, damit wir auch die dabei haben können", so Scherf, der schon die Zusage von drei Development-Teams der WorldTour-Rennställe hat.

"Natürlich wollen wir, dass alle deutschen Mannschaften bei uns fahren können – und auch alle österreichischen Teams sind eingeladen", erklärte er. Für diese Mannschaften gebe es quasi auch eine Art Startgarantie: "Wenn sie starten wollen, werden wir sie auch mitnehmen."

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