--> -->
26.10.2012 | Aigle (dapd) - Die sieben aberkannten Titel von Lance Armstrong bei der Tour de France von 1999 bis 2005 werden nicht neu vergeben. Das entschied das Management Komitee des Radsport-Weltverbandes UCI auf einer Sitzung am Freitag.
Damit wird die Armstrong-Zeit als schwarze Ära in die Radsport-Geschichte eingehen. Hätte die UCI anders entschieden, wären dem ebenfalls wegen Dopings gesperrten Jan Ullrich drei Toursiege gutgeschrieben worden. Auch Andreas Klöden hätte als Zweiter der Tour 2004 davon profitiert.
Die UCI hatte am Montag die lebenslange Sperre für Armstrong und die Aberkennung aller sportlichen Erfolge seit dem 1. August 1998 wegen langjährigen Dopings bestätigt.
Doch für Armstrong kommt es noch schlimmer. Die UCI entschied ferner, dass der 41-Jährige alle eingefahrenen Preisgelder zurückzahlen muss. Allein bei der Tour de France hat Armstrong rund drei Millionen Euro eingefahren.
Zudem gab die UCI bekannt, dass sie eine unabhängige, externe Kommission gründen werde, die sich mit den zahlreichen Anschuldigungen rund um die Armstrong-Affäre beschäftigen soll. "Wir werden alle Maßnahmen ergreifen, die die neue Kommission für notwendig erachtet, um den Radsport wieder in die richtige Spur zu bringen", sagte UCI-Präsident Pat McQuaid.
Des Weiteren strebt das Management Komitee an, das eingeleitete Verfahren gegen Paul Kimmage zurückzuziehen. Der Journalist hatte in mehreren Interviews die UCI als korrupt bezeichnet, woraufhin er von McQuaid und dessen Vorgänger Hein Verbruggen vor einem Schweizer Gericht verklagt worden war.
Die Aberkennung der Tour-Titel war die logische Entscheidung der UCI, denn eine weiße Weste können die damaligen Zweitplatzierten auch nicht vorweisen. So wären Jan Ullrich, der erst Anfang des Jahres wegen seiner Verstrickung in den Skandal um Dopingarzt Eufemiano Fuentes zu einer zweijährigen Sperre verurteilt worden war, die Siege aus den Jahren 2000, 2001 und 2003 nachträglich gutgeschrieben worden. Ullrich hatte im Vorfeld aber bereits betont, dass er kein Interesse an einer derartigen Aufwertung habe.
Auch Andreas Klöden, ebenfalls ein Fahrer mit fragwürdiger Vergangenheit, hätte durch seinen zweiten Platz 2004 profitiert. Und von den weiteren Zweitplatzierten haben der Schweizer Alex Zülle (1999) und der Italiener Ivan Basso (2005) ebenfalls schon eine Dopingsperre abgesessen. Das ist dem Spanier Joseba Beloki (2002) erspart geblieben, wenngleich er auf der Kundenliste von Fuentes stand.
Für den Radsport und die Tour, die im kommenden Jahr ihren 100. Geburtstag feiert, ist der Schaden allerdings auch so immens. Die amerikanische Anti-Doping-Agentur USADA, die mehr als zwei Jahre gegen Armstrong ermittelt hatte, schrieb in ihrem Abschlussbericht vom größten Dopingskandal der Sportgeschichte. Das Ergebnis war eine lebenslange Sperre für Armstrong und die Aberkennung aller sportlichen Erfolge seit dem 1. August 1998. Die UCI hatte am Montag das Strafmaß übernommen, gleichzeitig aber Kritik am Vorgehen der USADA geübt.
Gut möglich, dass Armstrong das Urteil noch anfechten wird. Ein Ansatzpunkt ist etwa die achtjährige Verjährungsfrist, die von der USADA wegen der Schwere des Falls nicht angewendet worden war. Ginge es danach, wäre der Beginn der Untersuchung im April 2010 bei der Ermittlung der Verjährungsfrist entscheidend. Auch die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat noch die Möglichkeit, Einspruch einzulegen. Davon ist aber kaum auszugehen, hatte die WADA den amerikanischen Kollegen jüngst noch ein Lob für ihre Arbeit ausgesprochen.
Fraglich ist auch, wie das Internationale Olympische Komitee IOC entscheiden wird. Armstrong hatte im Jahre 2000 in Sydney die Bronzemedaille im Einzelzeitfahren gewonnen.
11.06.2015Armstrong: „Ich habe keine 100 Millionen“Aspen (dpa) - Lance Armstrong bangt um sein Vermögen. „Ich habe keine 100 Millionen Dollar“, sagte der lebenslang gesperrte Amerikaner der britischen Tageszeitung The Telegraph vor Beginn des vom
24.03.2015Armstrong: Kaum noch Chancen auf Reduzierung der SperreLausanne (dpa/rsn) - Der lebenslang gesperrte Lance Armstrong dürfte kaum noch Chancen auf eine Reduzierung seiner Strafe haben. David Howman, Generaldirektor der Welt Anti-Doping-Agentur WADA, ertei
18.03.2015NYT: Armstrong traf sich mit USADA-Chef TygartBerlin (dpa) - Lance Armstrong hat im Kampf um eine Reduzierung seiner lebenslangen Dopingsperre den nächsten Vorstoß unternommen. Wie die „New York Times“ berichtete, soll sich Armstrong in de
18.02.2015Fall Bruyneel: Anfang März Berufungsverhandlung vor dem CAS (rsn) – Die Berufungsverhandlung gegen den vom Amerikanischen Sportgerichtshof AAA zu einer zehnjährigen Sperre verurteilten Johan Bruyneel findet am 2. März vor dem Internationalen Sportgerichts
17.02.2015Armstrong muss um sein Vermögen fürchtenBerlin (dpa) - Auf den lebenslang gesperrten Lance Armstrong rollt eine Prozesslawine zu, der nahezu das gesamte Vermögen des entthronten siebenmaligen Tour-Siegers zum Opfer fallen könnte. Ei
16.02.2015Armstrong muss zehn Millionen Dollar an Ex-Sponsor zahlenDallas (dpa) - Der lebenslang gesperrte Lance Armstrong muss an einen früheren Sponsor zehn Millionen US-Dollar (8,824 Millionen Euro) Schadenersatz zahlen. Der 43 Jahre alte US-Amerikaner verlor ein
27.01.2015Armstrong erntet mit BBC-Interview viel KritikLondon (dpa) - Lance Armstrong kniff nur kurz die Lippen zusammen. Ohne äußerliche Regung gab er dann zu, dass er zwar 2015 nicht dopen, es in einer vergleichbaren Situation wie damals in den neunzi
26.01.2015Armstrong will kein Ausgestoßener mehr seinLondon (dpa) - Lance Armstrong würde unter gleichen Umständen wieder zu verbotenen Mitteln greifen. „Wenn man mich ins Jahr 1995 zurückversetzen würde, als Doping allgegenwärtig war, würde ich
12.12.2014Armstrong-Prozess in einer Sackgasse? Boston (dpa) - Lance Armstrong schweigt. Keine Namen von Komplizen, kein Wort über Mittäter und auch keine Hinweise auf die Ärzte im Hintergrund. Der US-Amerikaner setzt im Rechtsstreit mit staatli
23.10.2014Winokurow: „Ich fühle mich betrogen“Paris (dpa/rsn) – Astana-Teamchef Alexander Winokurow hat sich vor dem Doping-Hearing beim Radsportweltverband UCI als Opfer dargestellt und sieht sein Dopingvergehen von 2007 mit der danach erfolgt
16.10.2014Hushovd wusste schon 2011, dass Armstrong dopteOslo (dpa) - Ex-Weltmeister Thor Hushovd wusste seit 2011 von den Doping-Praktiken Lance Armstrongs nach einem privaten Gespräch mit dem inzwischen lebenslang gesperrten Ex-Profi. Der im
25.09.2014Cookson: „Die Uhr tickt" Ponferrada (dpa) - Brian Cookson drängt auf baldige Ergebnisse bei der Aufarbeitung der Doping-Vergangenheit. „Es sind Fortschritte gemacht worden, die Vergangenheit und aktuelle Gegebenheiten im A
13.01.2026Toursiegerin Ferrand-Prévot will 2026 noch mehr gewinnen (rsn) - Pauline Ferrand-Prévot hat die Titelverteidigung bei der Tour de France Femmes als großes Saisonziel ausgegeben. Auf dem Weg dorthin absolviert die Französin ein im Vergleich zu 2025 abgesp
13.01.2026Van Aert will vom “Omloop bis Paris-Roubaix in Bestform sein“ (rsn) – Keine zwei Wochen nach seinem Knöchelbruch, den er sich beim Zilvermeecross zugezogen hatte, ist Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) wieder zurück auf dem Rad und trainiert derzeit mit
13.01.2026Jorgenson zielt voll auf die Ardennen und lässt das Pflaster aus (rsn) – Matteo Jorgenson wird trotz seiner dort sehr starken Auftritte in den vergangenen drei Jahren in der neuen Saison einen Bogen um die flämischen Kopfsteinpflasterklassiker machen und seinen
13.01.2026Brennan startet bei Tour Down Under in ein Jahr mit illustrem Kalender (rsn) – Wenn in der kommenden Woche mit der Tour Down Under die WorldTour-Saison 2026 beginnt, wird sofort ein junger Mann im Fokus stehen, der der große Shootingstar des Radsportjahres 2025 war: M
13.01.2026Vingegaard: “Glaube, dass ich nach Giro bei Tour noch besser sein kann“ (rsn) – Jonas Vingegaard hat im Rahmen der Teampräsentation von Visma – Lease a Bike am Dienstag in La Nucia in der Nähe von Calpe an der spanischen Costa Blanca offiziell bestätigt, worüber i
13.01.2026Valencia-Rundfahrt: Erstmals seit 2021 wieder mit Einzelzeitfahren (rsn) – Erstmals seit fünf Jahren wird die Valencia-Rundfahrt (2.Pro) wieder ein Einzelzeitfahren im Programm haben. Wie die Organisatoren des fünftägigen Etappenrennens durch Südspanien ankünd
13.01.2026Bourlat nach Fusion: “Wir sind jetzt finanziell besser aufgestellt“ (rsn) – Mit 30 Fahrern wird das fusionierte Team Lotto – Intermarché in die Saison 2026 starten. Mit dabei sind auch die beiden Deutschen Jonas Rutsch und Georg Zimmermann, die am Montag am Medie
13.01.2026Mit “Underdog Spirit“ in eine sorgenfreie Saison? (rsn) – Eine sportlich mittelprächtige Saison mit einigen Nebengeräuschen liegt hinter Jayco – AlUla. 19 Siege – darunter immerhin auch drei Grand-Tour-Etappen und vier weitere Erfolge auf der
13.01.2026Van Kerckhove wird 2027 Profi bei Visma – Lease a Bike (rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr
12.01.2026Almeida: “Ziel ist es, den Giro zu gewinnen“ (rsn) – Joao Almeida nimmt im Jahr 2026 den Giro d’Italia als alleiniger Kapitän der UAE – Emirates – XRG-Mannschaft in Angriff. Im Interview mit der italienischen Tageszeitung Gazzetta dell
12.01.2026Zehn Tage nach Fuß-Fraktur: Van Aert trainiert wieder (rsn) - Zehn Tage nach seinem Sturz beim Zilvermeercross, bei dem er sich den Knöchel verstauchte und auch eine kleine Fraktur am Fuß zugezogen hat, trainierte Wout van Aert (Visma - Lease a Bike)
12.01.2026Mit Königstransfers zurück zu alter Stärke? (rsn) – Die größte Veränderung bei den Ineos Grenadiers zwischen den Saisons 2025 und 2026 geschah auf der Ebene des Managements: Geraint Thomas war 16 Jahre Rennfahrer im Team, gewann die Tour d