WADA begrüßt UCI-Urteil gegen Armstrong

Fahey: "Tests und Analysen allein reichen nicht"

Foto zu dem Text "Fahey:
Lance Arsmtrong | Foto: ROTH

23.10.2012  |  Montreal (dapd/rsn) - John Fahey, Präsident der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA, kann das vom Radsport-Weltverband UCI gefällte Urteil im Fall Armstrong "nachvollziehen" und glaubt, dass es bei einem weiteren konsequenten Vorgehen als Katalysator zur Verbannung von Doping aus dem Radsport wirken kann.

Die UCI hatte am Montag die von der US-amerikanischen Anti-Doping-Agentur USADA gegen Lance Armstrong verhängte lebenslange Sperre bestätigt und ihm seine sieben Tour de France-Siege aberkannt.

Der Abschlussbericht der USADA basiere auf dem "überwältigenden Nachweis von systematischem Doping im Team von US Postal", teilte Fahey am Montag mit. Für Versäumnisse im Kampf gegen Doping könnte aber nicht der als weltweites Anti-Doping-Regelwerk geltende WADA-Code verantwortlich gemacht werden, da dieser erst im Jahr 2004 in Kraft getreten sei.

Zudem betonte Fahey, dass beim Kampf gegen Doping "Tests und Analysen alleine nicht ausreichen". Dies habe der USADA-Abschlussbericht gezeigt, der "fast ausschließlich auf nicht-analytischen Daten" beruhe.

Die WADA sei froh, dass der "größte Dopingskandal in der Geschichte des Sports kurz vor der Auflösung steht."

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