Ex-WADA-Chef lobt Arbeit der USADA

Pound: UCI muss von Doping im Peloton gewusst haben

Foto zu dem Text "Pound: UCI muss von Doping im Peloton gewusst haben"
Richard Pound | Foto: ROTH

15.10.2012  |  (rsn) – Richard Pound, ehemaliger Chef der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA, geht davon aus, dass der Radsport-Weltverband UCI über das jahrelange Doping im Peloton Bescheid wusste. „Es ist nicht glaubwürdig, dass sie nicht wussten, was vor sich ging. Ich hatte mich bei der UCI seit Jahren beklagt“, sagte Pound der Nachrichtenagentur AFP. „Sie können nicht so blind gewesen sein, dass sich nicht wussten, was da ablief.“

Mehr noch: Für den Kanadier hat die Planung und Ansetzung von Kontrollen bei Mehretappenrennen die Manipulationen erleichtert. „Das Rennen beginnt um ein oder zwei Uhr am Mittag, doch unmittelbar vor den Rennen gibt es keine Tests, um zu sehen, ob jemand gedopt ist“, erklärte Pound. Danach sei eine weitere Stunde Zeit gewesen, in der die Fahrer ohne Aufsicht gewesen („unchaperoned") seien. „Man nimmt dann also eine Salzlösung oder andere Mittel, um die Auswirkungen von Epo oder was immer es ist zu verschleiern“, so Pound, der die Arbeit der US-Anti-Doping-Agentur USADA im Fall Lance Armstrong lobte.

„Ich denke, es war eine sehr sorgfältig recherchierter Bericht mit Beweisen eidesstattlicher oder sonstigen Art", sagte er. „Ich war enttäuscht über das Ausmaß der Verschwörung und der großen Zahl von Menschen, die daran beteiligt waren."

RADRENNEN HEUTE

    Radrennen Männer

  • Veenendaal-Veenendaal Classic (1.1, NED)
  • Tour du Limousin - Nouvelle (2.1, FRA)
  • Baltic Chain Tour (2.2, EST)
  • PostNord Danmark Rundt - Tour (2.HC, DEN)