Kommentar zum Fall Armstrong

Wir kriegen euch alle

Von Pit Weber

Foto zu dem Text "Wir kriegen euch alle"
Lance Armstrong und sein langjähriger Teamchef Johan Bruyneel | Foto: ROTH

13.10.2012  |  (rsn) – Der Fall Lance Armstrong – der Super-Gau des Radsports? Nein! Die Aufdeckung des wohl ausgeklügelsten Doping-Systems aller Zeiten kann der Beginn einer neuen Ära sein. Denn die Überführung des US-Amerikaners und seiner Helfer beinhaltet das Signal an Doping-Betrüger: Wir kriegen euch alle!

Von 1999 bis 2012 schien Armstrong unantastbar. Obwohl es für viele offensichtlich war, dass er betrog, sammelte der Texaner einen Tour-Sieg nach dem anderen. 13 Jahre lang demonstrierte Armstrong: Seht her, es geht doch!

Wir wissen nicht, wie viele Fahrer, die nach den Festina- und Fuentes-Skandalen vorsichtiger geworden waren, durch Armstrongs scheinbare Unverwundbarkeit  wieder verführt wurden. Es werden einige gewesen sein.

Doch auch sie müssen jetzt fürchten erwischt zu werden, denn Armstrong ist der Beweis: Das perfekte Doping-System gibt es nicht.

Der Anfang ist ja schon gemacht. Jeder Experte sah, dass der Radsport zuletzt wieder sportlicher und damit fairer geworden war. Keine mit verbotenen Mitteln befeuerten Supermänner dominierten die Rennen, sondern Menschen mit Stärken und Schwächen.

Der Dominator Armstrong ist gefallen. Jetzt müssen ihm bis hinauf in die UCI alle folgen, die sein System unterstützten!

 

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