Schweizer kritisiert auch seinen Teamchef Bruyneel

Cancellara: "Armstrong hat viel zerstört"

Foto zu dem Text "Cancellara:
Fabian Cancellara (RadioShack-Nissan) bei der Tour-Teampräsentation in Lüttich | Foto: ROTH

12.10.2012  |  (rsn) – Nach Lektüre des Reports der US-Anti-Doping-Agentur USADA, in dem Lance Armstrong und dem damaligen US-Postal-Teamchef Johan Bruyneel jahreslanges systematisches Doping nachgewiesen wird, hat Fabian Cancellara (RadioShack-Nissan) öffentlich angezweifelt, weiter mit seinem jetzigen Teamchef Bruyneel zusammenarbeiten zu können.

„Johans Name ist auf 200 Seiten 129 Mal aufgeführt“, sagte viermalige Zeitfahrweltmeister der belgischen Zeitung Het Laatste Nieuws. „Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt, weder für Bruyneel noch für das Team. Wir müssen schauen, was passiert. Ich will wissen, was damals passiert ist.“

Zugleich äußerte Cancellara unverhohlen deutliche Kritik an Armstrong. „Lance war offensichtlich ein systematischer Doper. Er dopte auf einer Skala, die der Radsport zuvor noch nie gesehen hat. Er hat sehr viel zerstört“, so der 31 Jahre alte Schweizer, der das Thema Doping auch als eine Art Generationenfrage betrachtet. „Ich hoffe, dass Lance der letzte Mohikaner ist, dass er der letzte der Ullrich-, Basso-, Landis-, Heras-Generation ist.“

Mitleid mit dem siebenfachen Tour-Sieger hat Cancellara nicht. „Wenn Du zu schnell fährst, zahlst du die Strafe dafür. Lance muss jetzt mit den Konsequenzen dessen leben, was er tat", sagte der Berner kurz und bündig.

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