Fall Armstrong

WADA fordert weltweite Anerkennung der USADA-Urteile

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Lance Armstrong | Foto: ROTH

12.07.2012  |  Montreal (dapd). In der Causa Armstrong hat die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA die nationalen und internationalen Verbände dazu aufgerufen, die Urteilssprüche der amerikanischen Anti-Doping-Agentur USADA anzuerkennen und zu übernehmen.

Die WADA beruft sich dabei auf ihren Code, wonach im Artikel 15.4.1 geregelt ist, dass Entscheidungen in Sachen Doping gegenseitig von den Unterzeichnern des Kodex anerkannt und respektiert werden. Andernfalls gebe es eine Rückkehr zu Zeiten vor Einführung der WADA, als der Anti-Doping-Kampf recht uneinheitlich vonstattenging.

Damit müssen die beiden Sportmedziner Luis Garcia del Moral und Michele Ferrari sowie der Trainer Jose "Pepe" Marti damit rechnen, dass die von der USADA verhängten Sanktionen weltweit Bestand haben. Das Trio war im Zuge des Skandals um den siebenmaligen Toursieger Lance Armstrong lebenslang gesperrt worden, nachdem sie auf einen Einspruch gegen die Anklage verzichtet hatten.

Allen wurde der Besitz, Handel und Verabreichung von verbotenen Substanzen sowie Komplizenschaft beim Verstoß gegen Anti-Doping-Richtlinien während ihrer Zeit beim früheren amerikanischen Top-Rennstall US Postal vorgeworfen. Auch Armstrong droht eine lebenslangen Sperre und die Aberkennung seiner sieben Toursiege.

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