Startverbot für französischen Ironman

Armstrong bleibt hart

Foto zu dem Text "Armstrong bleibt hart"
Auch Lance Armstrong arbeitete mit dem italienischen Dopingarzt Michele Ferrari zusammen. Foto: ROTH

15.06.2012  |  Austin/Paris (dapd) - Lance Armstrong reagiert trotzig auf die gegen ihn gerichtete Anklage wegen Blutdopings. Entgegen ersten Ankündigungen entschied sich der siebenfache Gewinner der Tour de France in der Nacht zu Freitag, doch in Frankreich zu bleiben. In Paris bereitet er sich ungeachtet der Vorwürfe auf den französischen Ironman vor, von dem ihn die Organisatoren wegen der Ermittlungen aber ausschließen wollen.

Stunden zuvor hatte Armstrong am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur AP angekündigt, in die Vereinigten Staaten zurückzukehren, wo die Anti-Doping-Agentur USADA gegen ihn vorgeht. Dieser warf er "Hinterzimmer-Praktiken" vor und klagte über eine "Hexenjagd" auf seine Person. Er bekräftigte am Donnerstagabend sein Vorhaben, "alle Optionen" in Erwägung zu ziehen, um sich zu verteidigen.

Armstrongs Anwälte forderten die USADA auf, all ihre Beweise offenzulegen, darunter die Ergebnisse von Bluttests und die Namen jener Zeugen, die Armstrong belasten. Laut der 15-seitigen Anklageschrift, die Armstrong am Dienstag zugestellt worden war, verfügt die USADA über Beweise, die bis ins Jahr 1996 zurück datieren.

Dem 40 Jahre alten Armstrong drohen zwei Jahre nach seinem Abschied von der Radsport-Bühne die Aberkennung seiner vielen Erfolge sowie eine lebenslange Sperre.

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