Rabobank-Kapitän sagte bereits im Juni freiwillig aus

Mentschow im Fall der Wiener Blutbank befragt

Foto zu dem Text "Mentschow im Fall der Wiener Blutbank befragt"

Denis Mentschow (Rabobank) vor der 2. Etappe der Tour de France in Monaco

Foto: ROTH

06.07.2009  |  (rsn) – Giro-Sieger Denis Mentschow ist im Zusammenhang mit dem österreichischen Blutdopingskandal vergangenen Monat in Wien von den dort zuständigen Ermittlern befragt worden. Der Name des russischen Rabobank-Kapitäns war in Presseberichten rund um die Firma „Humanplasma“ – Stichwort „Wiener Blutbank“ - genannt worden.

"Nachdem wir eine Anfrage der österreichischen Behörden erhielten, haben die betreffenden Fahrer sofort ihre vorbehaltlose Bereitschaft erklärt, unter Eid auszusagen“, erklärte Teamsprecher Luuc Eisenga dem Internetportal cyclingnews.com. Namen weiterer Rabobank-Fahrer nannte Eisenga nicht. Die österreichischen Behörden hätten bestätigt, dass die Kooperation auf freiwilliger Basis erfolgt sei. „Solange die Untersuchung noch nicht abgeschlossen ist, können wir sie nicht kommentieren“, so der Sprecher weiter.

Eisenga erklärte, Rabobank habe keinen Grund zu der Annahme, dass Teammitglieder etwas getan hätten, was der Null-Toleranz-Politik des Rennstalls zuwiderlaufe. "Für den Fall, dass wir jemals Zweifel an der Integrität eines Teammitglieds, werden wir sofort handeln“, kündigte der Niederländer an.

Rabobank glaubt nicht, dass ein Zusammenhang mit der dürftigen Vorstellung Mentschows im Auftaktzeitfahren der Tour am Samstag in Monaco besteht. Der Mitfavorit auf den Gesamtsieg war auf dem 15,5 Kilometer langen Kurs 1:31 Minuten langsamer als Tagessieger Fabian Cancellara (Saxo Bank) und landete auf einem für ihn indiskutablen 53. Platz. „Die Form stimmt, ich habe keine Erklärung für meine schlechte Leistung im Zeitfahren“, erklärte Mentschow.

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