Niedersachsen-Rundfahrt

Gibt es wieder Milram-Festspiele?

24.04.2007  |  (Ra) - Mit der in Wallenhorst startenden Niedersachsen-Rundfahrt steht ab Mittwoch die erste deutsche Rundfahrt des Jahres an. Die Veranstalter haben die fünf Etappen über insgesamt 890 Kilometer wie im vergangenen Jahr wieder sehr sprinterfreundlich gestaltet.

Die Milram-Doppelspitze Alessandro Petacchi und Erik Zabel wird darüber sicherlich nicht gerade verärgert sein. Das deutsch/italienische Duo nimmt die Favoritenrolle auf den Rundfahrtsieg ein und hat gute Chancen, den Vorjahreserfolg zu wiederholen. Damals konnte Milram in Person von Alessandro Petacchi alle Etappen sowie die Gesamtwertung gewinnen. Besonders focussiert dürfte Milram auf die Auftaktetappe mit Ziel in Bremen sein, schließlich ist dort der Sitz des Hauptsponsors.

Die starke Konkurrenz wird sich jedoch nicht kampflos geschlagen geben. Gegen erneute Milram-Festspiele hat beispielsweise T-Mobile etwas. Der Bonner Rennstall ist mit einer sehr starken Sprintermannschaft am Start. Man darf gespannt sein, ob der 20-jährige Gerald Ciolek den alternden Milram-Assen Petacchi und Zabel auf Augenhöhe begegnen kann. Mit André Greipel hat Magenta einen weiteren jungen Sprinter in der Hinterhand. Außerdem stehen Marcus Burghardt und Linus Gerdemann für Ausreißergruppen parat.

Eine starke Sprinterriege schickt auch das Team Rabobank nach Niedersachsen. Mit Graeme Brown, Max van Heeswijk und Leon van Bon setzt der niederländische Rennstall auf drei endschnelle Fahrer, die um Etappensiege kämpfen werden. Zudem wurde Lokalmatador Grischa Niermann nominiert.

Keinen echten Sprinter hat das Team Gerolsteiner im Aufgebot. Die Eifel-Equipe setzt vor allem auf Heinrich Haussler, der allerdings auch bei Sprintankünften eine gute Rolle spielen kann. Ansonsten dürften die Gerolsteiner darauf aus sein, mögliche Massenankünfte zu verhindern.

Wiesenhof-Felt kann sowohl mit Massenankünften als auch mit Ausreißergruppen leben. Für die Sprints hat der Karlsruher Rennstall Olaf Pollack und Steffen Radochla im Aufgebot. In möglichen Fluchtgruppen soll Jörg Ludewig mitmischen. Der Westfale dürfte besonders motiviert sein, schließlich führt die Niedersachsen Rundfahrt bei ihrem Abstecher nach Nordrhein-Westfalen quasi an der Haustür des 31-Jährigen vorbei. Als Motivationsspritze für das gesamte Team dürfte wohl die Tatsache dienen, dass sowohl der Hauptsponsor Wiesenhof als auch der Co-Sponsor Felt ihren Sitz in Niedersachsen haben.

Quasi im Wohnzimmer des Teams 3C-Gruppe Lamonta macht die Niedersachsen-Rundfahrt Station. Die Mannschaft von Manager Holger Sievers hat ihren Sitz in Rheda-Wiedenbrück, wo die dritte Etappe endet und das vierte Teilstück beginnt. Lamonta-Fahrer Matthias Friedemann wohnt sogar in Rheda-Wiedenbrück, nur wenige Meter von der Ziellinie der dritten Etappe entfernt. Zudem stammen Sievers und Teamkollege Björn Papstein aus Niedersachsen. Der sprintstärkste Fahrer im Team ist Neuzugang Tobias Erler, der für Radsport aktiv während der Rundfahrt Tagebuch führt.

Ohne regionale Verbundenheit mit dem Bundesland Niedersachsen tritt das Team Astana an. Die beiden deutschen Aushängeschilder Andreas Klöden und Matthias Kessler stehen nicht am Start, auch der Österreicher René Haselbacher fehlt. Stattdessen starten sechs Kasachen, ein Luxemburger und ein Australier. Mit Assan Bazayev hat man immerhin einen in Deutschland nicht ganz unbekannten Fahrer dabei: Der Kasache gewann im vergangenen Jahr eine Etappe bei der Deutschland Tour.

Die Etappen:

Wallenhorst - Bremen 161,1km

Bremen - Melle 186,9 km

Melle - Rheda-Wiedenbrück (NRW) 160,9 km

Rheda-Wiedenbrück (NRW) - Duderstadt 199,7 km

Osterode - Göttingen 181,8 km

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