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10.05.2005 | Olaf Pollack schreibt auf seiner Homepage www.olafpollack.de ein Giro-Tagebuch. Gestern berichtete der T-Mobile-Profi über einen Platten, der alle Chancen von ihm und Erik Zabel zunichte machte, in den Schlussspurt der 2. Etappe eingreifen zu können.
Hallo zusammen,
die Etappe heute lief wie meist auf den Flachetappen: Am Anfang hohes Tempo, viel Hektik bis die richtige Gruppe weg war, danach etwas ruhigere Fahrweise im Feld, bis nach einer Jagd des Feldes die Gruppe gestellt wird und es zum Massensprint kommt. Sollte ich in den nächsten Tagen nur über das Finale berichten, dann gilt für den Teil vor dem Finale das eben Geschriebene :-)
Bis 1500m vor dem Ziel lief alles auch sehr gut. Weil ich derzeit wirklich gute Beine habe, war ich mutig und hatte eine Übersetzung von 54/11 gewählt. Um diesen Hammer auch treten zu können, war ich zunächst weiter hinten im Feld und ließ mich dann von Erik nach vorne fahren. Das klappte super bis 1500m vor dem Ziel, als Erik einen Platten hatte. Dennoch reichte meine Geschwindigkeit zunächst aus, um weiter nach vorne zu kommen. Leider wurde fuhren mir dann zwei Spezialisten die Bude zu, so dass ich ich einige Tritte auslassen musste. Ich versuchte es dann noch einmal, aber nach wenigen Metern haben mich dann die nächsten beiden in die Zange genommen. Und weil man so eine Übersetzung aus dem Stand nicht tritt, war der Sprint damit für mich auch gelaufen.
Als Sprinter muss man immer auch ein wenig spekulieren. Ich habe heute versucht, mit großer Übersetzung über das Tempo den Sprint zu fahren. Wenn irgendeiner einem dann vors Rad fährt, kann man halt nix machen. So bleibe ich mit der Form zufrieden, mit dem Ergebnis kann ich es nicht sein.
Bis morgen, Olaf
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