Vierte Siegerin im vierten Ethias Cross

Gestürzte Alvarado jubelt trotz Knieproblemen in Leuven

Von Kevin Kempf

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Ceylin Del Carmen Alvarado (Alpecin - Fenix) freut sich über ihren Sieg in Leuven | Foto: Cor Vos

14.11.2020  |  (rsn) - Im Sprint eines niederländischen Quartetts gewann Ceylin del Carmen Alvarado (Alpecin – Fenix) trotz eines Sturzes in der Schlussrunde und daraus resultierenden Knieproblemen das vierte Rennen der Ethias Cross-Rennserie vor Denise Betsema (Pauwels Sauzen), Lucinda Brand (Telenet – Baloise) und Annemarie Worst (777).

”Es ist eine sehr schnelle Runde. Ich denke schon, dass wir hier bis zum Ende zusammenbleiben können”, prophezeite die Weltmeisterin vor dem Start im Interview mit dem TV-Sender VTM. Ein weiteres Indiz für die Leistungsdichte bei den Frauen ist, dass sich nach Aniek van Alphen (Creafin – Frsitads) in Lokeren, Brand in Kruibeke und Betsema in Beringen Alvarado im vierten Ethias Cross der Saison zur vierten Siegerin krönte.

Mit ihrer Prognose zum Rennen sollte sie Recht behalten, denn vier Niederländerinnen stürmten letztendlich gemeinsam zum Ziel. “Es war ein langer Sprint. Dann ist man von vorn natürlich im Nachteil. Darum kam ich aus zweiter Position“, beschrieb Alvarado die letzten Meter. Kurz zuvor fing die Kamera ein, dass es ihr sichtlich schwerfiel, um sich zu Fuß zum Siegerinterview zu bewegen. “Ich war beim Einfahren gefallen. Nach zwei oder drei Runden begann es weh zu tun. Zum Schluss bin ich nochmal gestürzt, wieder aufs Knie. Dumm gelaufen“, kommentierte sie die Bilder.

Vorjahressiegerin Betsema belegte diesmal den zweiten Platz. “Ich kam als Erste aus dem Wald, das war taktisch nicht so schlau. Aber ich dachte, ich probiere es einfach“, kommentierte Betsema ihre Gedanken beim Einbiegen auf die Zielgerade. “Der Wind kam von vorn und Ceylin war einfach schneller. Aber es war ein spannendes Rennen“, sagte sie.

Den letzten Podiumsplatz belegte Brand, deren Angriff in der Schlussrunde von einem Sturz ausgebremst wurde. “Ich habe es in der letzten Runde von vorn probiert. Das war auch nötig, denn in dritter Position musste man hier schon viel mehr Kraft investieren“, analysierte Brand, die sich von ihrem Superprestige-Sieg vom Mittwoch noch nicht komplett erholt fühlte. “Ich hatte noch schwere Beine in Niel. Ich hoffe, den anderen ging das genauso“, sagte die 31-Jährige.

Obwohl Ethias Cross eine Rennserie mit acht Wettbewerben ist, gibt es keine auf dem Tagesergebnis basierende Gesamtwertung. Im Klassement der schnellsten Runde behauptete Alvarado ihre Gesamtführung.

So lief das Rennen:

Perrine Clauzel hatte den besten Start und da die Zweitplatzierte Manon Bakker (Creafin – Fistads) sich in einer sehr schmalen, technischen Passage einige  Fehler erlaubte, hatte die Französin plötzlich einen beträchtlichen Vorsprung.

Erst in der vierten von sieben Runden bekam sie Gesellschaft von dem niederländischen Quintett Alvarado, Worst, Betsema, Brand und Bakker. Clauzel wurde eine Runde später abgehängt, das gleiche Schicksal widerfuhr im vorletzten Umlauf auch Bakker. Auf der Zielrunde stürzten sowohl Alvarado als auch Brand, beide Fahrerinnen verloren den Anschluss an die Spitze allerdings nicht. Betsema ging als Erste auf die lange Zielgerade, Alvarado saß an ihrem Hinterrad und konnte mühelos an ihrer Landsfrau vorbeiziehen.

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