Anwälte verlesen Erklärung vor Münchner Gericht

Dopingarzt legt in “Operation Aderlass“ Geständnis ab

Foto zu dem Text "Dopingarzt legt in “Operation Aderlass“ Geständnis ab"
Hinweisschild zur Doping-Kontrolle. | Foto: Cor Vos

29.09.2020  |  (rsn) - Der in der "Operation Aderlass“ beschuldigte Arzt Mark Schmidt hat im Strafprozess gegen ihn ein umfassendes Geständnis abgelegt. In einer von seinen Anwälten verlesenen Erklärung räumte der 40-Jährige am Vormittag in München ein, seit 2012 vor allem Winter- und Radsportler gedopt zu haben. Neue Namen wurden dabei nicht genannt.

In der Erklärung behauptet Schmidt, dass er mit seinen Manipulationen keine Gewinne erwirtschaft, sondern nur kostendeckend gearbeitet habe. Das Geld habe er unter anderem für die benötigte Spezialausrüstung und Reisen ausgegeben. Der Erfurter widersprach dem Vorwurf, Athleten in Gefahr gebracht zu haben.

Schmidt behauptet außerdem, mit den Dopingmanipulationen erst nach seiner Zeit als Teamarzt von Milram und Gerolsteiner begonnen zu haben.

In dem Prozess sind 26 Verhandlungstage anberaumt. Das Urteil wird gegen Weihnachten erwartet.

Zur Chronik der "Operation Aderlass".

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