Viermaliger Zeitfahrweltmeister bis 2022 bei Jumbo

Martin: “Ich liebe es, für dieses Team zu kämpfen“

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Tony Martin im Einsatz für Jumbo - Visma | Foto: Cor Vos

26.08.2020  |  (rsn) - Tony Martin wird am Samstag in Nizza seine 12. Tour de France in Angriff nehmen. Seit Mittwoch stehen die Chancen gut, dass es nicht die letzte gewesen sein wird. Der viermalige Zeitfahrweltmeister und sein Team Jumbo - Visma einigten sich auf eine Vertragsverlängerung um weitere zwei Jahre bis Ende 2022.

Martin schloss sich 2019 nach zwei schwächeren Jahren bei Katusha - Alpecin dem niederländischen Rennstall an und etablierte sich schnell als unersetzlicher Helfer. "Ich fühle mich in dieser Mannschaft sehr wohl und sehr selbstsicher", sagte der 35-Jährige in einem Twitter-Video. “Ich genieße meine Rolle in diesem Team. Unsere Leader geben so viel zurück und es macht einfach nur Spaß.“

Wie sehr sich Martins Rolle gewandelt hat, beweist ein Blick auf seine Siegesliste. Dort finden sich seit dem Sommer 2017 nur drei nationale Zeitfahrtitel, der letzte internationale Erfolg gelang ihm im Februar jenes Jahres, als er eine Etappe der Valencia-Rundfahrt für sich entschied.

Mit dem Wechsel zu Jumbo - Visma schlug Martin ein neues Kapitel in seiner erfolgreichen Karriere auf. Nunmehr stellte er sich komplett in den Dienst der Mannschaft, was sich schnell bezahlt machte. Bei der letztjährigen Tour de France etwa imponierte er als “Lokomotive“ für seine Kapitäne Dylan Groenewegen und Steven Kruijswijk und führte Jumbo - Visma am zweiten Tag in Brüssel zum frenetisch bejubelten Sieg im Teamzeitfahren.

Lokomotive bis Ende 2022

Wie sehr sich Martin mit seiner neuen Rolle identifizierte, zeigte sich auf der 13. Etappe, als er sich in Pau in seiner Spezialdisziplin, dem Einzelzeitfahren, schonte und Rang 163 belegte. Danach arbeitete er wieder selbstlos für seine Mannschaftskollegen. An der positiven Tour-Bilanz konnte auch seine Disqualifikation nach der 17. Etappe wegen einer Rempelei mit Luke Rowe nichts ändern.

Zu Beginn dieses Jahres spekulierte Martin über ein Karriereende nach Auslaufen seines Vertrags. Doch durch die Corona-Pandemie und die daraus resultierende allgemeine Rennpause wurden auch die Pläne des Wahl-Schweizers durcheinander gewirbelt. Der fünfmalige Tour-Etappensieger gab sich noch Bedenkzeit, die damit endete, dass er einen neuen Vertrag unterschrieb.

“Mir ist bewusst geworden, wie sehr ich den Radsport und dieses Team liebe. Und wie sehr ich es liebe, für dieses Team zu kämpfen. Ich möchte weiterhin Teil dieser Mannschaft sein und wir haben gemeinsam beschlossen, weiterzumachen. Deshalb wird man mich auch den kommenden Jahren auch im Jumbo-Visma-Team sehen“, kündigte Martin nun in dem Video an.

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