Konrad und Schachmann stehen in Polen bereit

Majka: Zuhause der Mann fürs Klassement bei Bora - hansgrohe?

Von Felix Mattis

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Rafal Majka (Bora - Hansgrohe) bei der Burgos-Rundfahrt. | Foto: Cor Vos

05.08.2020  |  (rsn) - Die erste WorldTour-Rundfahrt nach der Corona-Pause startet heute mit der Tour de Pologne am Slaski-Stadion in Katowice, und zum Auftakt sollten die Sprinter im Fokus stehen: Bora - hansgrohe-Ass Pascal Ackermann trifft dabei unter anderen auf Dylan Groenewegen (Jumbo - Visma) und Fabio Jakobsen (Deceuninck - Quick-Step).

Doch auch in Sachen Gesamtwertung schickt der Raublinger WorldTour-Rennstall einige heiße Eisen ins Feuer - mit einem Lokalmatador als Speerspitze, der in der polnischen Heimat natürlich darauf brennt, ein Top-Ergebnis zu erzielen und so auch seine teaminterne Stellung zu behaupten: Rafal Majka.

Der 30-jährige Pole, dessen Saison-Höhepunkt im Oktober der Giro d'Italia sein wird und der vorher am 15. August bei Il Lombardia sowie im September bei Tirreno-Adriatico glänzen soll, ist zuhause Kapitän, hat aber mit Patrick Konrad und Maximilian Schachmann gleich zwei zuletzt bestens aufgelegte und wie für die Strecke der Polen-Rundfahrt gemachte, junge Teamkollegen an seiner Seite, denen beide ebenfalls der Gesamtsieg zuzutrauen wäre.

"Wir bringen ein sehr vielseitiges und starkes Team an den Start - mit mehreren Optionen fürs Gesamtklassement, wie Max Schachmann, Patrick Konrad und mir sowie Pascal Ackermann für die Sprints", so Majka auf einer Pressekonferenz vor dem Start der in diesem Jahr nur fünftägigen Rundfahrt durch sein Heimatland. Und dann fügte er hinzu: "Ich bin sicher, dass ich wie immer auf meine Teamkollegen für die beste Unterstützung zählen kann."

Sturz bei der Burgos-Rundfahrt

Majka hat mit der Burgos-Rundfahrt bereits ein Etappenrennen in den Beinen, war dort aber am ersten Tag gestürzt und landete nur auf dem 24. Gesamtrang. Bei der dortigen Bergankunft an den Lagunas de Neila wurde er am Hinterrad von Teamkollege Lennard Kämna Tagessechster, 44 Sekunden hinter Sieger Ivan Sosa (Ineos) und 33 Sekunden hinter Remco Evenepoel (Deceuninck - Quick-Step), der den Gesamtsieg davontrug.

"Obwohl ich am ersten Tag dort in einen Sturz verwickelt war, fühle ich mich von Tag zu Tag besser", machte Majka Hoffnung auf eine Leistungssteigerung in Polen. "Ich freue mich darauf, unseren fantastischen polnischen Fans einige spannende Renntage zu bescheren."

Wie agieren Konrad und Schachmann?

Man darf gespannt sein, ob Konrad und Schachmann sich voll in den Dienst des Polen stellen, oder ob Bora - hansgrohe mit einer Dreifachspitze hantiert. Immerhin bewies Schachmann am vergangenen Wochenende mit Rang drei in der toskanischen Hitze bei Strade Bianche bereits Top-Form, und auch Konrad war bei der Sibiu Tour in Rumänien gut drauf.

Nach den jüngsten Eindrücken dürfte Schachmann derjenige sein, der Top-Favorit Evenepoel sowie Jakob Fuglsang (Astana), Simon Yates und Esteban Chaves (beide Mitchelton - Scott) oder Wilco Kelderman (Sunweb), Giro-Sieger Richard Carapaz (Ineos) und Tim Wellens (Lotto Soudal) am meisten entgegenzusetzen hat.

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