ASO arbeitet offenbar mit Zwift an neuen Strecken

Kommt im Juli die virtuelle Tour de France?

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Grega Bole (Bahrain - McLaren) gewann das 4. Rennen der Zwift Tour for All auf der Strecke Sand & Sequoias. | Foto: Screenshot aus der Eurosport-Live-Übertragung

07.06.2020  |  (rsn) - Nach der virtuellen Flandern-Rundfahrt auf BKool, der Digital Swiss 5 als virtueller Variante der Tour de Suisse auf Rouvy und dem virtuellen Giro d'Italia mit Garmin und Tacx hat sich nun wohl auch Tour de France-Veranstalter ASO eine Online-Trainingsplattform gesucht, um ein virtuelles Rennen zu veranstalten. 

Wie cyclingnews.com auf Grundlage eines dem britischen Radsport-Portal vorliegenden Schriftstücks berichtet, plant die ASO im Juli eine virtuelle Tour de France auf Zwift - für Männer und Frauen über sechs Etappen. Angedacht seien Rennen an drei Wochenenden, beginnend mit dem 4. Juli und endend mit dem 19. Juli, heißt es.

Besonders beeindruckend dabei: Angeblich soll Zwift für die virtuelle Tour de France, deren offizieller Name noch nicht bekannt ist, eigens neue Strecken bauen und in seine Plattform integrieren - unter anderem mit einem Kurs in Nizza, wo die echte Tour de France am 27. Juni hätte beginnen sollen und nun wohl am 29. August beginnen wird, und auch mit einer schweren Bergetappe und dem traditionellen Rundkurs auf den Champs-Élysées in Paris. Die Etappen sollen alle rund eine Stunde lang und live im Fernsehen übertragen werden. Das Fahrerfeld soll aus vier Startern pro Team bestehen - bei laut Informationen von cyclingnews.com bislang 15 Teams.

Auch wenn auf Zwift in den vergangenen Monaten viele Rennen veranstaltet wurden, und durch die Zwift Tour for All Anfang Mai auch erstmals männliche WorldTeams ins eRacing auf der kalifornischen Plattform eingebunden wurden, so wäre die virtuelle Tour de France das erste Event dort, für das sich die US-Amerikaner mit einem der großen Rennveranstalter zusammentut.

Dass die Teamvereinigung Velon im April für die Digital Swiss 5 noch mit Rouvy zusammenarbeitete, lag unter anderem auch daran, dass man sich mit Zwift in den Monaten zuvor bereits finanziell nicht über eine Zusammenarbeit hatte einigen können. Allerdings hielt sich die Begeisterung bei den Fans während der Digital Swiss 5 in Grenzen, weil es keinen Windschatteneffekt und somit auch kein taktisch geprägtes, actionreiches Rennen gab. Das war bei der Tour for All auf Zwift anders, und auch deshalb dürfte wohl die ASO nun auf den Platzhirsch unter den Online-Trainingsplattformen setzen.

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