Niederländer hält Ergebnisse für nicht aussagekräftig

Dumoulin: “Indoor-Rennen kommen echtem Radfahren nicht nah“

Von Joachim Logisch

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Tom Dumoulin| Foto: Cor Vos

25.04.2020  |  (rsn) - Der Not gehorchend, fahren immer mehr Profis Rennen in ihrer Garage, auf dem Balkon oder im Wohnzimmer. Ein großer Fan der virtuellen Wettkämpfe auf der Rolle ist Tom Dumoulin (Jumbo – Visma) genauso wenig wie Peter Sagan (Bora - hansgrohe), der bereits letzte Woche erklärte, "ein echter Fahrer" zu sein, "kein virtueller“.

Der Niederländer nahm noch an keinem eRace teil, nur einen Fan Ride auf der virtuellen Strecke des Amstel Gold Race fuhr Dumoulin mit. Im Interview mit De Limburger gestand er, dass er Indoor-Rennen nicht wirklich mag: "Ich verstehe, warum es sie gibt. Sie sind besser als nichts, aber es kommt dem echten Radfahren nicht nahe."

Dumoulin hält die Art und Weise, wie Resultate erzielt werden, nicht für objektiv. "Die Ergebnisse sind nicht seriös, sie sagen einfach nichts aus. Wout Van Aert kann wie kein anderer High Power treten, belegt aber nur den zehnten Platz in der virtuellen Flandern-Rundfahrt. Die Geräte stammen von verschiedenen Marken und sind nicht richtig kalibriert, was natürlich unerlässlich ist. Das Gewicht, das man eingibt, muss genau sein, sonst ist es unfair."

In der niederländischen Zeitung gibt Dumoulin ein konkretes Beispiel für den Unterschied zwischen realen und virtuellen Rennen. "Beim virtuellen Amstel Gold Race habe ich durchschnittlich 250 Watt getreten. Die meisten Radfahrer können dem normalerweise nicht folgen, aber ich habe niemanden beim Amstel überholt. Ich befürchte daher, dass das Problem mit den Wattzahlen immer bestehen bleibt."

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