Urteilsverkündung für Preidler und Denifl

Verbotene Mittel und Methoden schon seit 2014

Von Peter Maurer

Foto zu dem Text "Verbotene Mittel und Methoden schon seit 2014"
Georg Preidler (Groupama - FDJ) | Foto: Cor Vos

28.06.2019  |  (rsn) – Jeweils vier Jahre Sperre -  so lautete der Urteilsspruch der Österreichischen Anti-Doping Rechtskommission in den Fällen von Stefan Denifl und Georg Preidler. Den beiden Radprofis, die sich im Zuge der Operation Aderlass den ermittelnden Behörden geständig präsentierten, wurden nun bis März 2023 gesperrt.

Zudem wurden alle Ergebnisse der vergangenen Jahre gestrichen. Denifl verliert dabei seinen Gesamtsieg bei der Österreich-Rundfahrt 2017 sowie seinen Vuelta-Etappensieg aus demselben Jahr. Seine Ergebnisse nach dem 1. Juni 2014 wurden aberkannt. Aus der Urteilssprechung lässt sich daher erschließen, dass der Tiroler schon seit mehreren Jahren zu unerlaubten Mitteln und Methoden griff.

Bei Preidler werden die Ergebnisse vom 1. Februar 2018 an gestrichen. Die ÖADR schreibt in ihrer Presseaussendung, dass er für diesen Zeitraum die Methode "Eigenblutdoping“ angewendet hat. Dies steht im Gegensatz zu den ersten Statements des Steirers, der damals davon sprach, sich nur Blut abgenommen haben zu lassen. Er verliert seinen Österreichischen Meistertitel im Einzelzeitfahren 2018 und auch seinen Etappensieg bei der Polen-Rundfahrt 2018.

Die beiden gesperrten Athleten sind auch zur Rückzahlung ihrer erhaltenen Prämien- und Preisgelder verpflichtet. Außerdem müssen sie die Kosten der Verfahren tragen.

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