Bundesliga-Blog von Christopher Hatz

Den Abend statt mit Mathe in der Notaufnahme verbracht

Von Christopher Hatz

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Christopher Hatz (Herrmann Radteam) | Foto: Herrmann Radteam

13.05.2019  |  (rsn) - Liebe Leserinnen und Leser, am Wochenende trafen sich alle im schönen Erzgebirge für das nächste Rennen der Rad-Bundesliga 2019. Damit ging der Kampf um den begehrten Deutschland Tour-Startplatz in die zweite Runde. Bei der 40. Austragung der Erzgebirgsrundfahrt wurde auf 171 Kilometern um die Wette gefahren.

Die Wettervorhersage versprach zunächst jede Menge Regen. Doch knapp zwei Stunden vor dem Start hörte es auf und die Straßen wurden bei 7 Grad tatsächlich noch trocken. Schade eigentlich, ich hatte mich schon auf eine Regenschlacht gefreut. Auch dieses Jahr wurde es wieder, wie typisch für die Bundesliga, ein sehr taktisch geprägtes Rennen. Vielleicht sogar noch mehr als in der Vergangenheit – dank Deutschland Tour-Hoffnungen diverser Teams.

Die Rennen kommen im Moment nur langsam in Fahrt, jede Mannschaft versucht möglichst viele Fahrer vorne zu platzieren, um eine optimale Ausgangslage für die Teamwertung zu schaffen. Dadurch entsteht eine ganze andere Renndynamik, die mir ehrlich gesagt nicht besonders viel Spaß macht.

Das Rennen wurde fast 100 Kilometer von einer vierköpfigen Spitzengruppe bestimmt. Zu Beginn der dritten und damit vorletzten Runde wurde es am Berg und in den Stücken dazwischen deutlich sportlicher und das Feld brach immer wieder auseinander. An einem Windkantenstück konnte ich mich mit etwa 30 Fahrern vom Feld absetzen. Das verschaffte mir eine recht aussichtsreiche Position für die finale Runde.

Doch plötzlich fand ich mich am Boden liegend wieder. Ein Fahrer vor mir zog schnell rüber, ich hatte keine Chance mehr auszuweichen und hing mich an seinem Hinterrad auf. Die nächsten Kilometer kämpfte ich um den Anschluss an die Gruppe. Kaum dort angekommen versuchte ich mich an einer kleinen Attacke und war selbst überrascht, als ich mich in einer zehnköpfigen Spitzengruppe wiederfand.

Die darauf folgenden entscheidenden Attacken am Schlussanstieg konnte ich allerdings nicht mehr mitfahren, weshalb ich nur als 20. über die Ziellinie rollte. Den Abend verbrachte ich dann statt mit finalen Matheklausur-Vorbereitungen wegen meiner Sturzverletzungen in der Notaufnahme. Dabei gehören weder Mathe noch Krankenhaus zu meinen favorisierten Sonntagabend-Beschäftigungen.

Auf jeden Fall war das wieder ein richtig starker Auftritt von den Jungs von P&S. Glückwunsch zum erneuten Doppelsieg. Gewöhnt euch aber lieber mal nicht zu früh an das Gefühl, wir geben noch nicht auf! ;-)

Bis zum nächsten Mal!

Euer Chris

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