ETW-Tagebuch von der Tour of Egypt

Das Rennen heile zu beenden war die größte Herausforderung

Von Embrace the World

Foto zu dem Text "Das Rennen heile zu beenden war die größte Herausforderung"
Das Team Embrace the World bei der Tour of Egypt | Foto: Embrace the World

25.03.2019  |  (rsn) - Hallo und herzlich willkommen zur 2. Etappe der Tour d'Egypt. Heute stand eine Ausfahrt auf dem Programm. Eine Ausfahrt, die natürlich in das Muster der ägyptischen Strecken hinein passen musste. Das bedeutete 70  Kilometer in die eine Richtung, wo in Qena eine Pylone auf uns wartete, die wir umfahren mussten, um dann die 70 Kilometerzurück nach Luxor in Angriff zu nehmen. Von Start an ging es auf die Windkante, womit das heutige Ziel klar war: keine Gruppe verpassen und möglicherweise sogar Zeit gut machen. Leichter gesagt als getan, mussten wir doch feststellen, dass die größere Herausforderung darin bestand, überhaupt heile das Rennen zu beenden.

Der erste Defekt ließ auch nicht lange auf sich warten, gefolgt von drei weiteren. Leider betrafen allesamt unseren Gesamtzweiten Heiko (Homrighausen). Mit einer zusätzlich defekten Schaltung konnte er sich nach einem einstündigen Kampf gegen den Sandsturm zurück in das Grupetto retten, in dem die drei anderen Teamkollegen das Tempo kontrollierten. Stephan (Duffner) hatte es bis dahin geschafft, defektfrei die Spitzengruppe zu halten und fuhr bis kurz vor Ende um Platz eins. "Glücklicherweise“ muss man betonen, da das Teamauto zwischenzeitlich umdrehen musste, um Heiko mit ordentlich Laufrädern zu versorgen.

Etwa drei Kilometer vor Ziel gelang es einem Griechen, die entscheidende Attacke zu setzen, und Stephan fuhr nur noch um Platz zwei. Im Sprint dann Verwirrung. Die Zielfahne wurde in einer Kurve etwa 400 Meter vor dem eigentlichen Ziel geweht. Der Schwung und die Beine reichten noch grade, um am wirklichen Ziel als Dritter der Gruppe durchzurollen, was Rang vier in der Tageswertung bedeutete.

Die restlichen Fahrer verloren am heutigen Tag über 15 Minuten, womit die guten Aussichten erst einmal in weite Ferne gerutscht sind. Morgen früh geht es dann um kurz vor sieben mit dem Bus zum nächsten Startort, von dem wir dann 13 Kilometer nach Aswan fahren.

Bis morgen
Das Team Embrace the World

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