Bora-Teamchef kommentiert UCI-Urteil

Denk zum Fall Matzka:“Kein absichtlicher Regelverstoß“

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Ralph Denk bei der Teampräsentation von Bora-hansgrohe | Foto: Cor Vos

09.01.2018  |  (rsn) - Obwohl der Radsportweltverband UCI gegen den Ende 2016 zurückgetretenen Ralf Matzka eine zweijährige Sperre verhängt hat, sieht sich Bora-hansgrohe-Teammanager Ralph Denk in seiner Auffassung des Falles bestätigt. "Anhand der Urteilsbegründung sieht man, dass auch die UCI davon ausgeht, dass es sich um keinen absichtlichen Regelverstoß gehandelt hat. Daher hat das Anti-Doping Tribunal der UCI auch auf die Anordnung einer Geldstrafe verzichtet“, wird Denk in einer Presseerklärung des Rennstalls zitiert.

Das Anti-Doping Tribunal der UCI sei zwar zu dem Schluss gekommen, dass ein Verstoß gegen die Anti-Dopingregeln vorliege, Matzka aber nicht vorsätzlich gehandelt habe. Deshalb sei auch nur eine zweijährige statt der mittlerweile für ein schweres Vergehen übliche vierjährige Sperre verhängt worden.

Bei einer Trainingskontrolle vom 3. März 2016 war bei dem Frankfurter der verbotene Hormon- und Stoffwechselmodulator Tamoxifen nachgewiesen worden. Bora-Argon 18 hatte Matzka damals nicht suspendiert, ihn aber nach der Flandern-Rundfahrt im April 2016 nicht mehr eingesetzt. Ende der Saison war Matzka zurückgetreten.

Die nun ausgesprochene Sperre wurde rückwirkend zum 28. November 2016 ausgesprochen."Ob Ralf Matzka, der ja seine Karriere längst beendet hat, jetzt noch gegen das Urteil vorgeht, wird er mit seinen Rechtsanwälten entscheiden“, fügte Denk an.

Schon im September 2016 hatte die Staatsanwaltschaft Frankfurt ein gegen Matzka wegen Verdacht des Verstoßes gegen das nationale Anti-Doping-Gesetz eingeleitete Ermittlungsverfahren mangels Tatverdacht eingestellt.

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