Weltmeister äußert sich im Morgenmagazin

Sagan kritisiert Tour-Ausschluss: Urteil "überstürzt gefällt“


Peter Sagan (Bora-hansgrohe) hat seinen Ausschluss von der Tour de France kritisiert. | Foto: Cor Vos

17.07.2017  |  Monaco (dpa/rsn) - Peter Sagan (Bora-hansgrohe) hat seinen Ausschluss von der Tour de France als "überstürzt gefällt“ kritisert und fühlt sich ungerecht behandelt.

"Was passiert ist, ist passiert. Ich habe akzeptiert, dass ich bei der Tour de France raus bin", sagte der Weltmeister an seinem Wohnsitz in Monaco dem Morgenmagazin des ZDF. "Ich lebe mein Leben weiter. Was ich nicht akzeptiere ist, wie sie die Entscheidung getroffen haben", betonte Sagan.

Der 27 Jahre alte Slowake war nach der 4. Etappe wegen eines vermeintlichen Ellbogenchecks gegen Mark Cavendish (Dimension Data) von der Frankreich-Rundfahrt ausgeschlossen worden. Beim umkämpften Sprint-Finale in Vittel war der Brite nach einer Berührung mit Sagan in das Absperrgitter gestürzt und hatte sich die Schulter gebrochen.

Was zunächst nach einem Ellbogenschlag von Sagan aussah, musste später zumindest relativiert werden. Aus anderen Perspektiven betrachtet schien es nämlich so, als ob sich Cavendish zuerst gegen Sagan gelehnt hätte und dann erst gestürzt sein. Die Armbewegung des Bora-hansgrohe-Profis konnte auch als Abwehrreaktion interpretiert werden.

Die Rennjury ließ sich dadurch aber nicht in ihrer von den meisten Fahrern und Beobachtern kritisierten Entscheidung nicht beirren. Auch eine sofort durch Bora-hansgrohe eingereichte Beschwerde beim Internationalen Sportgerichtshof CAS wurde abschlägig beschieden.

Derzeit bereitet sich Sagan in Monaco auf die Polen-Rundfahrt vor, bei der er ab dem 29. Juli im Einsatz sein wird.

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