Spanier bestätigt: Die Tour hat Vorrang

Contador wird den Giro 2016 vor dem Fernseher verfolgen

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Alberto Contador (Tinkoff-Saxo) wird 2016 auf den Giro d'Italia verzichten. | Foto: Cor Vos

06.10.2015  |  (rsn) – Alberto Contador (Tinkoff-Saxo) hat bei der Giro-Streckenpräsentation in Mailand bestätigt, dass er seinen Titel bei der Italien-Rundfahrt 2016 nicht verteidigen, sondern sich stattdessen auf die Tour de France konzentrieren wird, wo er seinen dritten Gesamtsieg anpeilt. Zudem möchte der Spanier nochmals bei der Vuelta a Espana antreten, um in seinem möglicherweise letzten Profijahr ein viertes Mal die Gesamtwertung für sich zu entscheiden.

„Der Giro hat für mich eine ganz spezielle Bedeutung. Es ist das schönste Rennen der Welt“, sagte Contador, machte aber klar, dass er seine Entscheidung für 2016 schon getroffen habe. „Es wird mir schwer fallen, den Giro nur vor dem Fernseher zu verfolgen, aber ich möchte bei der Tour mit der Garantie antreten, dort gut abzuschneiden und deshalb ist es besser, wenn ich ihn nicht fahre.“

In der zu Ende gehenden Saison war der 32-Jährige mit seinem Vorhaben gescheitert, als erster Profi nach Marco Pantani 1998 sowohl die Italien- als auch die Frankreich-Rundfahrt zu gewinnen. Dabei war Contador dem Wunsch von Tinkoff-Saxo-Eigentümer Oleg Tinkov nachgekommen, der einen bizarren Wettbewerb unter den besten Rundfahrern der Welt ausgerufen hatte, in einer Saison bei allen drei großen-Rundfahrten um den Sieg zu kämpfen.

Zwar entschied sein Star den – auch diesmal wieder extrem fordernden - Giro für sich, doch bei der Tour musste sich Contador mit einem enttäuschenden fünften Platz begnügen. Kurz darauf hatte der Tinkoff-Saxo-Kapitän seine Saison beendet, nicht ohne anzukündigen, sich im kommenden Jahr nur auf eine der beiden größten Landesrundfahrten des Rennkalenders konzentrieren zu wollen.

Mit Blick auf die Strecke benannte Contador in Mailand bereits mögliche Favoriten für die 99. Italien-Rundfahrt. „Ich denke, es ist perfekt für Nibali“, so der Madrilene, der aber auch dem Niederländer Tom Dumoulin (Giant-Alpecin) eine gute Rolle zutraut, sollte sich der Vuelta-Sechste zu einem Start entschließen – was angesichts des Grande Partezza in den Niederlanden gut möglich sein könnte. „Es gibt gute Zeitfahren für ihn und wenn er auf dem gleichen Niveau wie bei der Vuelta sein sollte, dann hat er eine große Chance auf den Sieg“, prognostizierte Contador.

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