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07.10.2012 | (rsn) – Team Europcar fühlt sich scheinbar wohl in der zweiten Liga des Radsports. Der Rennstall aus der Vendée hat sich in diesem Jahr nämlich nicht um eine WorldTour-Lizenz beworben. Grund dafür ist nach Angaben von Teamchef Jean-René Bernaudeau allerdings nicht der Wunsch, auch künftig als Professional Continental-Team aufzutreten, sondern schlicht und einfach die Finanzen.
„Ich habe nicht die Mittel für die WorldTour. Man braucht 30 Fahrer und das bedeutet auch ein schweres Rennprogramm“, erklärte Bernaudeau gegenüber der französischen Website Velochrono.fr. „Ich habe aber nicht die Möglichkeit, mein Budget zu vergrößern und neue Fahrer zu verpflichten. Wir konzentrieren uns auf die Rennen, in denen wir gut abschneiden können und ich bin mir sicher, dass wir sogar eine noch bessere Saison als 2012 haben können. Die Sponsoren sind zufrieden und vertrauen mir, es gibt keinerlei Probleme.“
Team Europcar gelangen im zweiten Jahr als Zweitdivisionär 21 Siege, einer weniger als in der Saison 2011. Erfolgreichste Fahrer waren wieder einmal Thomas Voeckler, der zwei Tour-Etappen und das Bergtrikot gewann, und Pierre Rolland, der einen Tour-Etappensieg feierte. Das Team erhielt auch ohne WorldTour-Status Einladungen zur Tour de France und den meisten anderen WorldTour-Rennen, allerdings nicht zum Giro d’Italia und zur Vuelta a Espana.
„In sportlicher Hinsicht ist unsere Bilanz gut und wir gehören zu den besten 20 Teams der Welt. Wir würden einen Platz in der WorldTour bekommen“, betonte der Teamchef, der als Ziele für 2013 unter anderem die Teilnahme an Tirreno-Adriatico, Lüttich-Bastogne-Lüttich und der Flandern-Rundfahrt nannte.
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