Litauer nach Teamzeitfahren im Rosa Trikot

Navardauskas: "Wirklich ein Riesending für mich"

Foto zu dem Text "Navardauskas:
Ramunas Navardauskas (Garmin-Barracuda) im Rosa Trikot des 95. Giro d´Italia | Foto: ROTH

10.05.2012  |  (rsn) – Ramunas Navardauskas musste wirklich alles geben, um im gestrigen Teamzzeitfahren in Verona an seinen Teamkollegen dran zu bleiben. Als Lohn für die Mühe gab es für den 1,90 Meter großen Modellathleten von Garmin-Barracuda den ersten Platz in der Gesamtwertung und das begehrte Rosa Trikot.

„Ich wusste, wenn ich an Ihnen dran bleiben würde, könnte ich das Trikot erobern" sagte der 24 Jahre alte Litauer in der Pressekonferenz nach dem Rennen. „Das Team hat hart gekämpft und wir haben es geschafft, zusammen zu bleiben. Das war beeindruckend."

Dabei wollte Navardauskas ursprünglich seinem besser platzierten Teamkollegen Alex Rasmussen dabei helfen, das Magia Rosa zu erobern. Als der Däne, in Herning Dritter des Auftakt-Zeitfahrens, allerdings das enorme Tempo nicht mehr mitgehen konnte, wollte der Litauische Meister seine Chance unbedingt nutzen. Nach großem Kampf gelang Navardauskas das auch.

„Dieses Trikot ist wirklich ein Riesending für mich", sagte er zufrieden. „Der Giro fängt klasse an und wir werden sehen, wie es morgen weitergeht."

Navardauskas besuchte ab 2006 als Schüler das World Trainings Center, das Sportinternat des Radsportweltverbandes UCI im schweizerischen Aigle bei Lausanne. 2007 wurde er mit 19 Jahren bereits Litauischer Meister im Straßenrennen und gewann drei Jahre später die U23-Ausgabe von Lüttich-Bastogne-Lüttich. Außerdem wurde er im selben Jahr Achter im U23-Rennen von Paris-Roubaix. 2011 begann Navardauskas seine Profi-Karriere bei Garmin. Team-Manager Jonathan hielt bereits im vergangenen Jahr große Stücke auf seinen Neuzugang, denn er berief Navardauskas in das Tour-Aufgebot, das im Teamzeitfahren von Les Essartes erfolgreich war. Damals konnte der Neo-Profi dem Tempo seiner Teamkollegen allerdings nicht folgen. Beim Giro machte es Navardauskas nun besser.

Auf der heutigen 5. Etappe könnte Garmin-Barracuda den nächsten Coup landen. Sprint-Kapitän Tyler Farrar nämlich liegt nur zehn Sekunden hinter seinem Teamkollegen und könnte mit Platz eins oder zwei dank der damit verbundenen Zeitgutschriften das Rosa Trikot übernehmen.

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