Giro: Niederländer fährt Renshaw ins Hinterrad

Bos scheitert in der letzten Kurve

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Theo Bos (Rabobank) | Foto: ROTH

06.05.2012  |  (rsn) - Das hatte sich das Rabobank-Team anders vorgestellt. „Unser Hauptziel ist ein Etappensieg", hatte Sportdirektor Jan Boven vor dem Giro d'Italia als Vorgabe ausgegeben. Auf der 2. Etappe sah es auch lange Zeit gut aus für das niederländische Team des Hannoveraners Grischa Niermann. Doch dann kam in Herning die letzte Kurve. Der Niederländer Theo Bos touchierte das Hinterrad seines Anfahrers Mark Renshaw, stürzte und aus war der Traum vom Etappensieg. 


„Mark musste plötzlich seine Linie ändern und da konnte ich nicht mehr reagieren", schilderte Bos, der während der Etappe schon einmal gestürzt war, die Szene nach dem Rennen. Dabei war der Rabobank-Sprintzug ganz vorne dabei und hätte, wie zuvor drei Mal bei der Türkei-Rundfahrt, erneut zuschlagen können. „Wir waren wirklich gut positioniert. Wir waren in der Kurve genau dort, wo wir sein wollten. Es sah alles gut aus. Wir waren bereit und meine Beine fühlten sich gut an. Aber es sollte nicht sein", bedauerte Bos den Ausgang der Etappe. 

Statt guter Beine hat der zweifache Etappengewinner der Türkei-Rundfahrt jetzt einen schmerzenden Rücken. „Als ich wieder aufstand, habe ich sofort meinen Rücken gespürt", so Bos. „Jetzt müssen wir abwarten und schauen, wie es mir morgen geht. Ich hoffe, dass es nicht zu schlimm ist, weil es hier sicherlich noch weitere Chancen gibt." 

Die letzte Chance für Rabobank auf der 2. Etappe versuchte Renshaw zu nutzen. Der 29-jährige Australier fuhr den Sprint auf eigene Kappe zu Ende. Mehr als Platz sechs war für ihn aber nicht mehr drin. „Mark hat es noch versucht, aber wenn man einen Sprint anfährt und man ihn dann selbst bis zu Ende fahren muss, ist das natürlich eine unlösbare Aufgabe, aber er hat noch das Beste herausgeholt", so Boven.

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