Saxo Bank-Teamchef: UCI-Punktesystem verteuert Fahrer

Riis warnt vor "Explosion"

Foto zu dem Text "Riis warnt vor
Bjarne Riis (Saxo Bank-SunGard) freut sich auf seinen australischen Neuzugang Foto: ROTH

23.12.2011  |  (rsn) - Bjarne Riis kritisiert das Punktesystem des Radsportweltverbandes UCI. Es würde nicht den wahren Wert von Fahrern wiederspiegeln, sondern nur dazu führen, dass die Rennställe bei Verpflichtungen manchmal zu viel Geld investieren müssten. Den Dänen stört vor allem, dass Fahrer und deren Punkte von Teams eingekauft würden, um in der Rangliste nach oben klettern und so die Chancen auf die begehrten WorldTour-Lizenzen zu verbessern.

"Das Punktesystem hat die Preise in Relation auf den tatsächlichen Wert der Fahrer zu stark ansteigen lassen“, sagte Riis der Gazzetta dello Sport und fügte an: „Wir müssen aufpassen, denn es sieht nicht so aus, dass es zu viele Teams gibt, die Berge von Geld ausgeben können. Es besteht die Gefahr, dass alles explodiert. Wir sind in einer sehr gefährlichen Situation: Leopard ist ein deutliches Beispiel dafür.“ Der luxemburgische Rennstall fusionierte am Saisonende mit dem US-Rennstall RadioShack und soll über einen Etat von weit mehr als 20 Millionen Euro verfügen.

Auch wenn Saxo Bank nicht mit finanziell bestens ausgestatteten Teams wie RadioShack-Nissan oder BMC mithalten kann, zeigte sich Riis zuversichtlich, dass sein Top-Star Alberto Contador bei der Tour de France genügend starke Helfer an seiner Seite haben wird, um gegen Titelverteidiger Cadel Evans (BMC) oder die Brüder Schleck (RadioShack-Nissan) bestehen zu können.

„Ich habe ein gutes Team zusammen gestellt, vielleicht ein noch besseres als 2011. Ich bin sehr zufrieden mit dem Personal, das ich zu meiner Verfügung habe", sagte Riis. "Sicher, ich war nicht in der Lage, alle Fahrer zu bekommen, die ich wollte, aber das ist ok. Bei bestimmten Summen ist es nicht leicht, Fahrer zu verpflichten. Der Markt schien mir wirklich außer Kontrolle zu sein.“

Seinem Kapitän Contador traut der 47 Jahre alte Riis aber auch ohne eine erstklassige Helfergarde viel zu. „Ich bin davon überzeugt, dass er wirklich stark sein wird, stärker als je zuvor“, erklärte der Tour-Sieger von 1996. „Wir konzentrieren uns voll auf die Tour, um ihn dort zu unterstützen. Ich habe keine Gruppe beisammen wie BMC, das zwei gleich starke Teams zum Giro und zur Tour schicken kann, aber ich habe auch Fahrer, die in anderen Rennen Resultate einfahren können.“

Weitere Radsportnachrichten

19.01.2026WorldTour-Auftakt Down Under mit vielen Namen, aber ohne klaren Favoriten

(rsn) – Die Tour Down Under (2.UWT) war schon immer ein Sekundenspiel. Selten lagen mehr als 20 davon zwischen ihrem Sieger und dem Zweitplatzierten, häufig deutlich weniger. Und ähnlich oft waren

19.01.2026Reusser und Lippert als klare Leader, Ferguson und Ostiz für die Zukunft

(rsn) – Zwei Jahre nach dem Karriereende von Annemiek van Vleuten darf man die Neuaufstellung beim Frauenteam des spanischen Traditionsrennstalls als geglückt bezeichnen: Aus der Mannschaft, die ja

19.01.2026Rüegg bezwingt UAE im 1-gegen-3 und gewinnt Tour Down Under

(rsn) – Noemi Rüegg (EF Education – Oatly) hat die Schlussetappe der Tour Down Under Women (2.WWT) in Campbelltown gewonnen und sich damit zum zweiten Mal in Folge auch den Gesamtsieg bei der ers

18.01.2026Van der Poel hat den Omloop im Hinterkopf

(rsn) – Möglicherweise wird Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) zum openingsweekend am 28. Februar sein Debüt beim Omloop Nieuwsblad geben. “Ich habe es im Hinterkopf, aber noch nich

18.01.2026Highlight-Video des Cross-Weltcups von Benidorm

(rsn) – Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) ist auch beim Weltcup in Benidorm in einer eigenen Liga unterwegs. Der siebenmalige Cross-Weltmeister setzte sich in Spanien früh von seinen

18.01.2026Van der Poel mit zwei Fingern in der Nase und einem Rad in der Luft

(rsn) – Vor zwei Jahren kassierte Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) beim Weltcup in Benidorm seine letzte Niederlage, am Sonntag ließ er in der spanischen Sonne nichts anbrennen. Der

18.01.2026TT-Bike von Unibet - Rose Rockets erstmals im Training gesichtet

(rsn) - Nachdem Unibet - Rose Rockets diese Woche offiziell das neue Straßenrad vorgestellt hatte, wurde nur wenige Tage später erstmals das TT-Bike des Teams gesichtet. Eine spezielle Präsentatio

18.01.2026Nach 16 sieglosen Tagen: Brand bricht in Benidorm den Bann

(rsn) – Nach zwei sieglosen Rennen in Folge hat Lucinda Brand (Baloise – Het Poetsbureau Lions) beim Weltcup im spanischen Benidorm nach 16 Tagen erstmals wieder zugeschlagen und ihren 18. Sieg im

18.01.2026Nach massiven Veränderungen die große Unbekannte

(rsn) – Das Team NSN dürfte die große Unbekannte für die kommende Saison 2026 sein. Entstanden aus den Trümmern des von Palästina-Aktivisten massiv angegriffenen Rennstalls Israel - Premier Tec

18.01.2026Tour Down Under: Rückblick auf die letzten zehn Jahre

(rsn) - Die Tour Down Under bildet Ende Januar traditionell den Start in die WorldTour-Saison. Die 26. Austragung der Rundfahrt durch den Bundesstaat South Australia startet am 20. Januar und führt Ã

18.01.2026Rüegg verpasst den Sieg, nimmt aber wichtige Sekunden mit

(rsn) – Aum Auftakt verpasste sie die Bonifikationen am Zwischensprint und im Finale in Willunga noch knapp, auf der 2. Etappe nahm Noemi Rüegg (EF Education – Oatly) nun sieben Sekunden für die

18.01.2026Wollaston ringt Rüegg im Bergaufsprint von Paracombe nieder

(rsn) – Noemi Rüegg (EF Education – Oatly) hat auf der 2. Etappe der Tour Down Under Women (2.WWT) in Paracombe den Tagessieg nur knapp verpasst. Die Schweizer Titelverteidigerin musste sich im B