Kolumbianer wieder in der Heimat

Soler: "In Spanien wiedergeboren"

Foto zu dem Text "Soler:
Mauricio Soler (Movistar) im Gelben Trikot der Tour de Suisse 2011 | Foto: ROTH

22.12.2011  |  (rsn) – Der bei der Tour de Suisse schwer gestürzte Mauricio Soler weiß nicht, ob er jemals ein Comeback geben wird. „Meine Zukunft im Radsport ist ungewiss. Ich will micht jetzt einfach nur erholen und der Rest wird folgen“, erklärte der Kolumbianer am Mittwoch bei seiner Rückkehr am Flughafen von Bogota den wartenden Journalisten.

Soler hatte sich bei einem Sturz auf der 6. Etappe der Tour de Suisse lebensbedrohende Kopfverletzungen zugezogen und musste von den Ärzten in ein mehrtägiges künstliches Koma versetzt werden und zahlreiche Operationen überstehen. Nach knapp vier Wochen konnte der 28-Jährige nach Spanien transportiert werden, wo er vier Monate in Pamplona in der Universitätsklinik von Navarra behandelt wurde. Ende Oktober konnte er aus dem Krankenhaus entlassen werden und in sein Haus in Pamplona zurückkehren.

"Für mich ist es großartig, in meinem Land zu sein, obwohl ich in Spanien wiedergeboren wurde", sagte der Südamerikaner nun in Bogota. „Ich habe mich wirklich auf diesen Moment gefreut. Gestern habe ich mich von den Menschen verabschiedet, die ich in Spanien getroffen hatte und die mir inmitten meiner Not versucht haben zu helfen, damit ich meinen Traum verwirklichen kann (nach Kolumbien zurückzukehren)", erklärte Soler, der sich auch bei seiner Frau Patricia bedankte: "Sie war immer bei mir und sogar im Krankenhaus wich sie nie von meiner Seite. Sie hat auf einem Sofa neben meinem Bett geschlafen. Ich denke, für sie war es am schwersten."

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