RadioShack-Nissan mit 30 Fahrern in die Saison 2012

Andy Schleck freut sich auf Zusammenarbeit mit Bruyneel

Foto zu dem Text "Andy Schleck freut sich auf Zusammenarbeit mit Bruyneel"
Andy und Fränk Schleck (Leopard-Trek) bei der 98. Tour de France | Foto: ROTH

06.12.2011  |  (rsn) - Groß war die Aufregung bei Fahrern, Betreuern, Radsportverantwortlichen und Medien, als am 1. September 2011 die Fusion von Leopard Trek und RadioShack bekannt gegeben wurde. Drei Monate später sind die Vorbereitungen auf das Jahr 2012 abgeschlossen und das gesamte Team befindet sich in einem ersten Trainingslager in Calpe, Spanien.

Mit 30 Fahrern - aus 14 Nationen - wurde das vom Radsportweltverband erlaubte Kontingent voll ausgeschöpft. "Mit allen Fahrern, die bei Leopard Trek und Radioshak einen Vertrag für 2012 gehabt haben, wären wir auf 42 Fahrer gekommen. Zwölf zu viel", sagte Teammanager Johann Bruyneel. "Wir haben hart daran gearbeitet, alle Fahrer, wenn nicht bei uns, dann bei anderen Profi-Teams unter zu bringen. Diese Arbeiten sind jetzt abgeschlossen und wir können uns voll und ganz auf die vor uns liegenden Aufgaben konzentrieren."

Oberstes Ziel von RadioShack-Nissan ist der Gewinn der Tour de France. Andy Schleck kam dem als jeweiliger Zweiter in den vergangenen drei Jahren von allen Fahrern des Teams am nächsten und freut sich jetzt auf die Zusammenarbeit mit Bruyneel: "Er wird mir dabei helfen meine Stärken weiter auszubauen und meine Schwächen zu verbessern“, so der 26 Jahre alte Luxemburger zuversichtlich. „Dazu kennt sich, denke ich, niemand besser mit Rennstrategie und Taktik aus als Johan. Und zusammen mit der Arbeit, die ich mit Kim Andersen geleistet habe, lässt mich das daran glauben, dass ich ganz oben auf dem Podium stehen kann." Zumindest einen Podiumsplatz hat auch sein fünf Jahre älterer Bruder Fränk Schleck, in diesem Jahr Tour-Dritter, wieder im Visier.

Einer der wichtigsten Helfer beim Unternehmen Tour-Sieg soll Andreas Klöden werden. "Wenn die Schlecks die Chance haben, die Tour zu gewinnen, werde ich sie dabei voll unterstützen“, sagte der 36 Jahre alte Deutsche, der aber auch eine Jokerrole für sich reklamiert: „Gibt es aber eine Möglichkeit für mich und Johan entscheidet, dass wir so die Tour gewinnen können, werde ich da sein", so der zweifache Tour-Zweite.

Fabian Cancellara will in den Frühjahresklassikern erfolgreich sein, in erster Linie natürlich bei der Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix. Und der 30 Jahre alte Schweizer scheint hoch motiviert zu sein: "Ich bin ein Fahrer, der selbst von sich erwartet zu gewinnen. Deshalb war es hart für mich, als ich im letzten Jahr in Flandern und Roubaix nicht gewinnen konnte“, blickte Cancellara zurück, um allerdings anzufügen: „Aber diese Erfahrungen haben mich nur noch motivierter und stärker gemacht, sowohl physisch als auch psychisch."

Bei seinen Vorhaben soll Cancellara unter anderem vom Deutschen Meister Robert Wagner Unterstützung erhalten. Mit dem 40 Jahre alten Jens Voigt und Luxemburg-Rundfahrt-Gewinner Linus Gerdemann stehen zwei weitere starke Deutsche im Aufgebot. Aus der Schweiz kommen neben Cancellara noch Lombardei-Rundfahrt-Sieger Oliver Zaugg sowie der erfahrene Gregory Rast. Luxemburg, wo das Team lizensiert ist, stellt den den Schleck-Brüdern noch Laurent Didier. Dazu kommt noch der österreichische Kletterspezialist Thomas Rohregger.

Ob die nominell wohl stärkste Mannschaft, die es jemals in der Radsportgeschichte gegeben hat, die Saison 2012 bestimmen kann, wird sich schon bald zeigen. Der Druck von außen und die Erwartungen, die das Team an sich selbst richtet, dürften jedenfalls schon rekordverdächtig sein.

RadioShack-Nissan 2012: Jan Bakelants (BEL), Daniele Bennati (ITA), George Bennett (NZL), Matthew Busche (USA), Fabian Cancellara (SUI), Laurent Didier (LUX), Jakob Fuglsang (DEN), Tony Gallopin (FRA), Linus Gerdemann (GER), Ben Hermans (BEL), Chris Horner (USA), Markel Irizar (ESP), Ben King (USA), Andreas Klöden (GER), Tiago Machado (POR), Maxime Monfort (BEL), Giacomo Nizzolo (ITA), Nelson Oliveira (POR), Yaroslav Popovych (UKR), Joost Posthuma (NED), Gregory Rast (SUI), Thomas Rohregger (AUT), Hayden Roulston (NZL), Andy Schleck (LUX), Fränk Schleck (LUX), Jesse Sergent (NZL), Jens Voigt (GER), Robert Wagner (GER), Oliver Zaugg (SUI), Haimar Zubeldia (ESP)

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