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08.10.2011 | (rsn) - Der Kolumbianer Carlos Betancourt (Acqua e Sapone) hat beim Giro dell`Emilia (Kat. 1.HC) seinen ersten Profisieg eingefahren. Der Neo-Profi setzte sich fünf Tage vor seinem 22. Geburtstag nach schweren 200 Kilometern von Bologna nach San Luca als Ausreißer mit 24 Sekunden Vorsprung vor dem Niederländer Bauke Mollema (Rabobank) durch, der die Verfolger ins Ziel führte.
Auch Mollema überquerte jubelnd den Zielstrich - er hatte aufgrund des Funkverbots keinen Kontakt zur Sportlichen Leitung und im Finale den Überblick verloren. Den Sieger Betancourt wähnte er nicht mehr an der Spitze. "Wir haben das Rennen in den letzten beiden Jahren durch Robert Gesink gewonnen, wir wollten eben auch in diesem Jahr jubeln", scherzte Rabobanks Sportlicher Leiter Adrie van Houwelingen nach dem Rennen.
Dritter wurde Betancourts Landsmann Rigoberto Uran (Sky), der Italiener Davide Rebellin (Miche) verpasste als Vierter knapp das Podest. Hinter dem 40-Jährigen landeten der Pole Przemyslaw Niemiec (Lampre-ISD), der Spanier Joaquin Rodriguez (Katjuscha) und der Italiener Riccardo Chiarini (Androni Giocattoli) auf den Plätzen fünf bis sieben. Der Schweizer Oliver Zaugg (Leopard-Trek/+0:33), der bis kurz vor dem Ziel mit Betancourt die Spitze des Rennens gebildet hatte, wurde Neunter. Als bester deutscher Fahrer kam Stefan Schumacher (Miche/+1:13) auf Rang 20.
Lange Zeit hatte eine fünfköpfige Ausreißergruppe um den Österreicher Stefan Denifl (Leopard-Trek) den italienischen Herbstklassiker bestimmt. Der maximale Vorsprung von sechs Minuten war im Finale allerdings aufgebraucht. Weitere Attacken blieben zunächst ohne Erfolg, ehe Betancourt und Zaugg auf den letzten zehn Kilometer davonzogen. Im ansteigenden Finale konnte sich letztlich aber nur der Kolumbianer noch vor den Verfolgern ins Ziel retten.
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