Anwalt: Kontrolleure erschienen zu früh

Astarloza macht Sauerstoffzelt für positiven Test verantwortlich

Foto zu dem Text "Astarloza macht Sauerstoffzelt für positiven Test verantwortlich"

Mikel Astarloza (Euskaltel) bei der Tour de France 2009.

Foto: ROTH

11.09.2009  |  (rsn) - Die Ausreden von überführten Dopern werden immer obskurer. Der Spanier Mikel Astarloza, vor der Tour bei einer Trainingskontrolle positiv auf EPO getestet, will kurz bevor die Dopingkontrolle durchgeführt wurde, noch in einem Sauerstoffzelt trainiert haben.

"Da Mikel zwei Minuten, bevor die Tester auftauchten, noch auf seinem Heimtrainer in seinem Sauerstoffzelt saß, sind die Werte natürlich erhöht. Deswegen kam es zu Fehlern bei der Auswertung des Tests", sagte Astarlozas Anwalt José Rodríguez, ein ehemaliger Profi, gegenüber "Deia". "Wäre die Probe eine Stunde später genommen worden, dann gäbe es jetzt keinen Dopingfall Astarloza"

Trainingseinheiten in Sauerstoffzelten dienen als Alternative zu Höhentrainingslagern. Dabei wird die Produktion von roten Blutkörperchen stimuliert und der Hämatokritwert steigt an.

Bisher hatte der Spanier, der am 26. Juni positiv getestet wurde, seinen Aufenthalt in einem Sauerstoffzelt kurz vor der Probe verschwiegen. Vielleicht weil er selbst bis vor kurzem davon nichts wusste?

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