Absicht oder Schussligkeit?

Valverde bei Kontrolle nicht angetroffen

Von Pit Weber

06.09.2007  |  „Wo ist er denn?“ Spätestens nach dem Fall Rasmussen, der von der Tour ausgeschlossen wurde, weiß jeder Radprofi, dass es gefährlich wird, wenn sich die Doping-Kontrolleure diese Frage stellen.

„Wo ist er denn“, wollten die UCI bei einer unangemeldeten Trainingsüberprüfung im zweiten Halbjahr 2007 auch von Alejandro Valverde wissen. Anders als Rasmussen, der wohl bewusst den Kontrolleuren seinen Aufenthaltsort verschwieg, machte Valverde vermutlich einen Fehler beim Ausfüllen der „Wherabouts“.

Statt sich wie angegeben im Training zu befinden, nahm er am ProTour-Zeitfahren in Eindhofen teil. Das hatte er auch eingetragen, aber erst auf dem Formular für das folgende Quartal.

Der Weltverband fordert von seinem Team Caísse d’Epargne nun Aufklärung. Kann er das Versehen nicht schlüssig erklären, droht dem Spanier eine Verwarnung. Nach drei Verwarnungen die Sperre.

Valverde muss sich außerdem wegen seiner möglichen Verwicklung in den Fuentes-Skandal verantworten. Aus diesem Grund hat ihm die UCI die Teilnahme an der WM in Stuttgart (26. bis 30. Sep.) untersagt und den spanischen Verband aufgefordert, ein Verfahren zu eröffnen.

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