Mit Glück und Geschick auf´s Podium

Förster hatte den richtigen Riecher

Von Matthias Seng

08.07.2005  |  Robert Förster tastet sich bei seinem Tour-Debüt weiter vor. Gestern gelang dem Gerolsteiner-Sprinter erstmals ein Podiumsplatz, wobei er vom Massensturz der vor ihm fahrenden Sprintermannschaften profitierte.

"Der dritte Platz ist für diese Verhältnisse das Optimum, was ich herausholen konnte", kommentierte Förster die turbulente Schlussphase des Rennens. Da kam es nämlich statt zum Massensprint zum Massensturz. Mit Glück und Geschickt entging der Gerolsteiner dem Missgeschick vieler seiner Sprinter-Konkurrenten, die in den letzten Kurve auf dem glitschigen Untergrund ausrutschten und in die Streckenbegrenzung krachten. Teamchef Hans-Michael Holczer lobte nach dem Rennen seinen Sprinter für dessen kluges Verhalten: "Frösi hat mir erzählt, dass er damit gerechnet hat“, sagte der Gerolsteiner-Chef. „So oder so. Das war eine ganz starke Leistung. Da entwickelt sich wirklich eine tolle Qualität bei ihm."

Mit Försters drittem Platz setzte Gerolsteiner bei der diesjährigen Tour eine Serie fort. Auf jeder der bisher sechs Etappen sprang mindestens eine Platzierung unter den ersten Zehn heraus. Die deutschen Zuschauer, die heute der Tour auf ihrem Weg nach Karlsruhe einen begeisterten Empfang bereiten werden, können sich also nach dem Gesetz der Serie auch in der badischen Metropole auf einen oder mehrere Gerolsteiner ganz vorne freuen. Und sollte es zum Massensprint kommen, wird es vielleicht sogar der Tag des Robert Förster werden!

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