Wrolich vor Förster

Verkehrte Welt bei Gerolsteiner

Von Matthias Seng

05.07.2005  |  Viel hat nicht gefehlt, und das Team Gerolsteiner hätte seinen ersten Etappensieg bei einer Tour de France feiern können. Nur Sprintass Tom Boonen war am Ende der 212 Kilometer von Châtaigneraie nach Tours schneller als der Österreicher Peter „Paco“ Wrolich. Mit seinem sechsten Platz vervollständigte Robert Förster das beeindruckende Mannschaftsergebnis.

Teamchef Hans-Michael Holczer war von seinem Team und seinen beiden schnellen Leuten begeistert: "Wir haben heute Erfolg gehabt und Perspektive gezeigt“, sagte Holczer nach der Etappe. „Das war super von Paco, und Frösi hat den Punch, hier eine Etappe zu gewinnen. Ich bin sehr zufrieden." Dabei lag zum zweiten Mal in Folge die „Lokomotive“ Wrolich vor seinem „Chef“ Förster. Der bescheidene Wrolich verleugnete aber trotz seines derzeit dritten Ranges in der Punktewertung eigene Ambitionen: "Es ist ein Traum und unfassbar", freute er sich zwar, aber: "Ich bleibe nach wie vor der Anfahrer. Denn wir waren super positioniert. Und wenn Frösi durchstechen kann, kann er Boonen auch schlagen."

Förster hatte erneut das Hinterrad seines Anfahrers verloren und war auf den letzten Metern eingeklemmt gewesen. Trotzdem freute sich der 27 Jährige, der die Rolle von Danilo Hondo übernehmen soll, für seinen Helfer: "Das Ergebnis ist schön für das Team und für Paco, der die Situation erkannt und den Moment genutzt hat. Denn in dem Gerangel habe ich einfach kein Lücke gefunden."

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