Bora-hansgrohe-Profi hält sich seiner Heimat fit

Majka: “Der Schlüssel ist die persönliche Motivation“

Foto zu dem Text "Majka: “Der Schlüssel ist die persönliche Motivation“"
Rafal Majka (Bora - hansgrohe) im Ziel der 3. Etappe der UAE Tour | Foto: BORA hansgrohe/Bettini

21.04.2020  |  (rsn) - Normalerweise würde sich Rafal Majka jetzt in einem Höhentrainingslager auf den Giro d’Italia vorbereiten. Doch wegen der Corona-Pandemie ist derzeit kaum etwas normal. Für den Bora-hansgrohe-Profis hat das zur Folge, dass er sich derzeit in seiner polnischen Heimat aufhält und versucht, “das Beste aus der Situation zu machen“, wie Majka in einem Interview auf der Website seines Teams erklärte. Ich mache viele Dinge, für die ansonsten während der Saison kaum Spielraum bleibt. Wenn ich also nicht gerade trainiere, verbringe ich viel Zeit mit meiner Familie, spiele mit meiner Tochter, arbeite im Garten oder genieße die Frühlingssonne.“

Offensichtlich kommt der Kletterspezialist, der im vergangenen Jahr sowohl den Giro als auch die Vuelta a Espana auf Rang sechs beenden konnte, mit der Ausnahmesituation gut zurecht - und das, obwohl Corona auch Majkas Pläne über den Haufen geworfen hat. “Der Giro war mein großes Ziel für die erste Saisonhälfte. Die komplette Vorbereitung war darauf ausgerichtet und ich hätte nach dem Höhentrainingslager zum Beispiel auch die Tour of the Alps bestritten. Da derzeit Rennpause herrscht und nicht klar ist, wann der Giro nun ausgetragen wird, habe ich natürlich auch mein Training geändert“, erklärte er. “Meistens fahre ich für dreieinhalb bis fünf Stunden, wobei ich nicht allzu viele Intensitäten mache. Momentan geht es einfach nur darum, die Beine zu bewegen und die Form zu konservieren.“

Auch wenn in Polen die Auflagen “sehr streng“ (Majka) sind, so ist es professionellen Athleten zumindest erlaubt, im Freien zu trainieren. “Es ist sicherlich nicht einfach, fokussiert zu bleiben. Aber ich persönlich ziehe die meiste Motivation sowieso aus dem Radfahren selbst. Dadurch, dass ich meine täglichen Trainingsroutinen immer beibehalten habe, komme ich mit der Situation also ganz gut zurecht“, erläuterte der 30-Jährige, der sich erleichtert darüber zeigte, dass er sich zumindest noch unter freiem Himmel fit halten kann. “Schwieriger wäre es sicherlich, wenn das Radfahren im Freien auch nicht mehr erlaubt sein würde – dann sähe die Sache anders aus.“

Wie andere Profis auch, so geht Majka davon aus, dass nach dem europaweiten “Lockdown“ die Saison bis weit in den Herbst hinein fortgesetzt wird - "und vielleicht sogar in den Winter hinein. Der Schlüssel, um diese Pause gut zu überstehen, ist einfach die persönliche Motivation. Denn sobald der Kopf nicht mehr mitmacht, leidet auch die Form darunter“, lautete Majkas Marschroute für die nächsten Wochen.

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