Belgier reagierte einsichtig

Gilbert musste 100 Euro Strafe zahlen, weil er im Freien trainierte

Von Joachim Logisch

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Philippe Gilbert | Foto: Cor Vos

18.04.2020  |  (rsn) - Manche Profis dürfen, wie in Deutschland, draußen trainieren. In anderen Ländern ist das strikt untersagt. So in Frankreich oder in Monaco. Das bekam Philippe Gilbert (Lotto Soudal) zu spüren. Der Klassiker-Spezialist musste 100 Euro Strafe zahlen, weil er das Verbot missachtet hatte.

"Einmal wurden wir angehalten und ich wurde mit einer Geldstrafe von 100 Euro belegt", verriet er gegenüber dem Sender Monaco Info. Der Belgier akzeptierte das Bußgeld ohne Murren: "Aufgrund unseres Status gibt es keine Freikarte. Jeder Bürger ist vor dem Gesetz gleich. Nur weil ich letztes Jahr Paris-Roubaix gewonnen habe, heißt das nicht, dass ich mehr Rechte habe als eine andere Person. Als Persönlichkeit des öffentlichen Lebens müssen wir mit gutem Beispiel vorangehen."

Der Gewinner von vier Monumenten (nur Mailand-Sanremo fehlt ihm noch) hatte es trotzdem mit einer Spritztour vor der Haustür versucht. "Wir hatten eine elf Kilometer lange Runde gefunden, die wir drei- oder viermal gefahren sind und die es uns ermöglichte, eine Stunde lang frische Luft zu schnappen", schildert Gilbert, was vor der Verhaftung passiert war.

Jetzt bleibt ihm nichts anderes übrig, als auch auf der Rolle zu trainieren, bis sich die Türen in Monaco wieder öffnen.

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