Marc Van Ranst sieht “keine große Gefahr“

Virologe hält Tour mit Zuschauern am Straßenrand für möglich

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Tour de France 2016 | Foto: Cor Vos

12.04.2020  |  (rsn) - Der belgische Virologe Marc Van Ranst hält eine Tour de France, die zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr unter Zuschauerbeteiligung entlang der Strecke ausgetragen würde, auch angesichts der Corona-Pandemie für umsetzbar.

“Wenn Leute am Straßenrand stehen, um die Fahrer vorbeiziehen zu sehen, besteht meiner Meinung nach keine große Gefahr. Aber am Start, im Ziel und in den VIP-Zelten gibt es Probleme bei der Sozialen Distanzierung“, sagte der Wissenschaftler von der Katholischen Universität von Leuven dem Sportsender Sporza.

Bereits vergangene Woche hatte Tourchef Christian Prudhomme Gedankenspielen, die etwa von der französischen Sportministerin Roxana Maracineanu angestellt worden waren, die Tour unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden zu lassen, eine Absage erteilt. Durch den weltweit anerkannten Van Ranst, der in Belgien frühzeitig vor den Folgen der Corona-Pandemie gewarnt hatte und dabei von der flämischen Nationalistenpartei N-VA scharf kritisiert worden war, kann sich Prudhomme in seiner Auffassung bestätigt sehen, dass eine Tour ohne Zuschauer keine Option sei.

Die Frankreich-Rundfahrt zu einem späteren Zeitpunkt hält Van Ranst für möglich, allerdings sprach der 54-Jährige in dem Zusammenhang von einer verkürzten Version. Wie bereits mehrere Medien berichteten, plane die ASO den Grand Départ in Nizza anstatt am 27. Juni nun vier Wochen später am 25.Juli. Demnach würde die Tour standardgemäß nach drei Wochen am 16. August in Paris enden.

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