Neue Herausforderung in Folge von Corona

Nach dem Ausfall der Rennen motiviert sich Kämna im Training

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Lennard Kämna (Bora - hansgrohe) bei der Algarve-Rundfahrt | Foto: Cor Vos

01.04.2020  |  (rsn) - Nach dem besten Saisoneinstieg “in den letzten fünf Jahren“, ist auch Lennard Kämna wegen der in Folge der Corona-Pandemie abgesagten Radrennen bis auf Weiteres zur Untätigkeit verdammt. Der Neuzugang des deutschen Bora-hansgrohe-Teams hat seit seinem dritten Platz bei der Murcia-Rundfahrt und einem ebenfalls sehr guten siebten Rang bei der Algarve-Rundfahrt im Februar keinen weiteren Renneinsatz mehr auf seinem Saisonkonto und hält sich derzeit mit Training im Sauerland fit, wie der 23-Jährige gegenüber dem “Weser-Kurier“ erklärte.

Da aufgrund der Ungewissheit darüber, wann wieder Radrennen ausgetragen werden können, keine konkreten Rennplanungen möglich seien, müsse er sich nun im Training Ziele setzen - eine neue Herausforderung, wie Kämna erklärte: “Ich bin ja auch ein Mensch, der sehr stark von den Rennen lebt, das ist meine Leidenschaft, das ist meine Berufung. Daraus habe ich immer meine Motivation gezogen.“ Positiv sei dabei, dass in Deutschland im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern wie Italien oder Spanien Trainingsausfahrten noch erlaubt seien.

Wie die meisten seiner Kollegen bezweifelt auch Kämna, dass die Tour de France planmäßig am 27. Juni in Nizza wird beginnen können. “In Frankreich gibt es schon jetzt härtere Ausgangssperren als in Deutschland. Ich denke, es wird eng mit der Tour“, meinte der Rundfahrtspezialist, der im vergangenen Jahr - damals noch im Sunweb-Trikot - ein beeindruckendes Tour-Debüt gegeben hatte und der sich auch in seiner ersten Saison bei Bora - hansgrohe gute Chancen auf die Frankreich-Rundfahrt ausrechnen darf.

Die kann Kämna sich gut an einem späteren Termin und notfalls sogar ohne Zuschauer entlang der Strecke vorstellen. “Da würde schon sehr viel Flair verloren gehen. Der Radsport aber hängt an der Tour, das ist unsere größte und wichtigste Bühne. Wenn die wegfällt, hat der Radsport ein Problem“, argumentierte der Bremer, der auch die Verschiebung der Olympischen Spiele ins kommende Jahr begrüßte.

 

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