Trainingssturz vor der Mallorca Challenge

Seligs Start gefährdet, aber Ackermann bleibt Favorit

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Seligs Start gefährdet, aber Ackermann bleibt Favorit"
Pascal Ackermann (links) und Rüdiger Selig (rechts) bilden ein perfekt eingespieltes Sprint-Duo bei Bora - Hansgrohe. | Foto: Cor Vos

29.01.2020  |  (rsn) – Beim europäischen Saisonauftakt bei der Mallorca Challenge (1.1) ist Pascal Ackermann (Bora – hansgrohe) der große Favorit. Zum Sieg in Felanitx nach 170 weitgehend flachen Kilometern soll ihn der bewährte Rüdiger Selig führen. Doch hinter dem Start des Top-Anfahrers steht noch ein Fragezeichen.

Denn wie Selig gegenüber radsport-news.com verriet, ist er am Mittwoch im letzten Training vor dem Rennen auf einer glatten Straßenpassage gestürzt. "Ich muss abwarten, ob ich morgen überhaupt fahren kann, da meine Finger ziemlich offen sind und ich den Lenker nicht richtig greifen kann. Das hat uns jetzt etwas die Pläne durchkreuzt", erklärte er.

Eine Entscheidung über einen Start soll morgen früh vor dem Rennen fallen. "Wir schauen, wie die Nacht verlaufen ist und wie ich die Finger bewegen kann", meinte der Leipziger.

Ob mit oder ohne Selig: Ackermann bleibt angesichts überschaubarer Sprintkonkurrenz der große Favorit. Von den namhaften Sprintern ist einzig Nacer Bouhanni (Arkéa Samsic) mit von der Partie. "Das Ziel ist, das Rennen zu gewinnen. Erstes Rennen, erster Sieg. Das hat Pascal noch nicht geschafft. Deshalb wollen wir es morgen rocken", so Selig, der im Team angesichts der Favoritenrolle keinen Druck verspürt. 

"Natürlich ist aber das erste Rennen etwas eigen. Man weiß nie, wie die anderen drauf sind, man hat keine Vergleichswerte. Aber wir haben sechs Wochen zusammen trainiert und brauchen uns bei unserer Form nicht zu verstecken", betonte er.

Er habe im Winter zwar viel mit Ackermann trainiert, Sprintfeintuning habe man aber nicht betrieben, fügte Selig allerdings an: "Wir sind ein eingespieltes Team. Wir sind schon so viele Sprints zusammen gefahren, da kann man im Training nicht noch mehr herausholen. Natürlich haben auch wir in der letzten Saison in den Rennen Fehler gemacht, aber die haben wir analysiert, haben viel miteinander gesprochen."


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